Sänger des Jahres
Er ist seit 24 Jahren im festen Engagement. Trotzdem hat ihn der Theateralltag weder mit Zynismus noch mit Hochmut gegerbt.
Johannes Martin Kränzle kann noch immer sonnig lächeln. Er kann an Inhalte und Figuren glauben – und an die sinnliche Kraft der Musik. Er ist bescheiden geblieben. Ein Ausnahmesänger schon deshalb, weil er seine Stimme über so lange Zeit und vielfältige Aufgaben hinweg frisch gehalten hat. Vor drei, vier Jahren erst veränderte eine Koinzidenz von Zufällen sein Leben. Jetzt ist er auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn angekommen.
An der Mailänder Scala und der Berliner Staatsoper singt er unter der Leitung von Daniel Barenboim den Alberich. Bei den Salzburger Festspielen feierte er in der Uraufführung von Wolfgang Rihms «Dionysos» einen persönlichen Triumph. Für diese Partien vor allem wurde er zum «Sänger des Jahres» gewählt.
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Opernwelt Jahrbuch 2011
Rubrik: , Seite 20
von
Der Tipp kam von einem Freund. Er solle sich doch mal auf YouTube diese junge Russin anschauen. Also ging Marc Minkowski online. Was er da sah und vor allem hörte, versetzte ihn sofort in Hochspannung. Gerade achtzehn war Julia Lezhneva, als Minkowski sie in den Filmchen der Video-Plattform entdeckte und vom Web weg engagierte – für eine Aufnahme von Bachs h-moll...
Claus Ambrosius
Koblenz/Mainz
Rhein-Zeitung
1. Rihms «Dionysos» bei den Salzburger Festspielen – Welttheater auch für kleine Bühnen
2. Schostakowitschs «Die Nase» in Koblenz: ein lohnenswerter Kraftakt
3. Tschaikowskys «Eugen Onegin» in Amsterdam: womöglich nicht die zwingendste Arbeit Stefan Herheims, im Gesamtpaket Bühne/Kostüme/Dirigat/ Chor/Solisten ein...
Eine Ära war es nicht. Dennoch hat Albrecht Puhlmann es sich nicht nehmen lassen, zu seinem Abschied von der Staatsoper Stuttgart einen opulent gestalteten Bildband herauszugeben, der im Rückblick nochmals Höhe- und Tiefpunkte seiner fünfjährigen Intendanz dokumentiert. Dass die Reflexion dabei nicht zu kurz kommt, dafür sorgen neben bilanzierenden Textbeiträgen...
