Heinz Hagenau; Foto: Mara Eggert
Personalien | Meldungen Februar 2018
JUBILARE
Helmut Kretschmar studierte in Frankfurt/Main bei Kurt Thomas und Hans Emge, danach bei Frederick Husler in Detmold. 1953 erhielt er den 1. Preis beim Gesangswettbewerb der Deutschen Musikhochschulen und begann seine Karriere als Konzert- und Oratoriensänger. Sein Faible galt stets den «alten» Meistern, insbesondere Händel, Haydn und Mendelssohn Bartholdy, zum künstlerischen Fixstern zeitlebens jedoch wurde ihm das Werk Bachs. Matthäus-Passion, Weihnachtsoratorium und die Messe in h-Moll spiegeln dies auch in der umfangreichen Diskografie.
Als gefeierter Bach-Interpret, aber auch als Liedsänger unternahm der 1928 in Kleve geborene Tenor zahlreiche Konzertreisen und trat u. a. in Berlin, Düsseldorf, Köln, Paris, Madrid, London und in Asien auf. Als Opernsänger war Kretschmar nur gelegentlich zu erleben: So wirkte er 1954 bei der Uraufführung von Schönbergs «Moses und Aron» unter dem Dirigat von Hans Rosbaud mit, ferner bei der Einspielung von Beethovens «Fidelio». 1960 wurde er Dozent für Gesang an der Musikhochschule Detmold und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung 1990. Am 3. Februar feiert Helmut Kretschmar seinen 90. Geburtstag, zu dem wir herzlich gratulieren.
Rolf ...
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Opernwelt Februar 2018
Rubrik: Service, Seite 54
von Andrea Kaiser
Ein Hauch von Otto Schenk liegt in der Luft. Das schmucke Stadtpalais mit Wintergarten ist 19. Jahrhundert pur. Als Arabellas chancenloser Verehrer Graf Elemer ihr darin im reinsten Richard Wagner-Outfit seine Aufwartung macht, wähnen wir uns gar in der Zürcher Villa Wesendonck und erinnern uns daran, dass der Meister hier seine «erste und einzige Liebe» gefunden...
Herr Larsen, als ich Sie das erste Mal gesehen habe, waren Sie nackt ...
Das ist nicht weiter verwunderlich, denn seit 2004 singe ich als Osmin in Calixto Bieitos Inszenierung der «Entführung aus dem Serail» meine erste Arie unter der Dusche. Und dabei bin ich logischerweise nicht angezogen.
Zweifellos ist die Produktion auch dieses Auftritts wegen Kult geworden....
Sie wussten genau, was sie nicht wollten: eine Fortsetzung der «verjudeten», «verjazzten» Operette nämlich. Was allerdings genau an die Stelle der ungemein erfolgreichen Werke von Komponisten wie Emmerich Kálmán, Paul Abraham, Ralph Benatzky oder Friedrich Holländer treten sollte, dazu fiel den nationalsozialistischen Kulturfunktionären jenseits von ideologischer...
