Operndebüt einer Musical-Diva
Die 1970 in Berlin geborene New Yorkerin Audra McDonald ist ein Phänomen. Fünfmal war die Sängerin bereits wegen ihrer Auftritte in diversen Broadway-Produktionen für einen Tony Award nominiert. Und zwar nicht nur als Musical-Diva, sondern auch als Schauspielerin im Sprechtheater. Und viermal hat sie den Preis bisher nach Hause tragen können.
Ein einmaliger Rekord, auch wenn sich McDonald, als sie auf Grund ihrer Leistung in Michael John LaChiusas Musical «Marie Christine» zur «Best Actress» (Musical) gekürt werden sollte, ihrer Kollegin Heather Headley, der Aida Elton Johns, geschlagen geben musste.
Diese Broadway-Karriere ist auch deshalb ungewöhnlich, weil ihr eine klassische Gesangsausbildung vorausgegangen war: Audra McDonald hatte sich an der Juilliard School als Sopran ausbilden lassen. Doch das Studium verlief nicht ganz harmonisch: Ambiente und Konventionen des «klassischen» Gesangs habe sie eher als Zwang denn als Befreiung erlebt, bekannte McDonald einmal. Dass in der später zum Star der Broadway-Theater aufgestiegenen Sängerin nach wie vor eine Opernstimme steckte, wurde spätestens deutlich, als sie in Terrence McNallys «Master Class» mitwirkte. McDonald verkörperte da ...
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