Ohrenoper
«Es gibt einen Ort in der Mitte des Erdkreises, zwischen Erde, Meer und Himmelszonen, die Grenzscheide der dreigeteilten Welt, von dort kann man alles, was irgendwo geschieht, sehen, sei es auch noch so weit entfernt, und jede Stimme dringt an das lauschende Ohr. Fama wohnt dort und hat sich an der höchsten Stelle ein Haus gebaut, ihm zahllose Eingänge und tausend Öffnungen verliehen und die Schwellen nicht mit Türen verschlossen. Tag und Nacht steht es offen, es ist ganz aus tönendem Erz, überall hallt es, wirft die Klänge zurück und wiederholt, was es hört.
» Ovids Erzählung vom «Haus der Fama» aus dem zwölften Buch der «Metamorphosen» hat den Komponisten Beat Furrer nach eigenem Bekunden schon immer fasziniert. Ein Haus aus Erz wird durch die hereinströmenden Klänge und Geräusche aus der Welt in Schwingungen versetzt – eine grandiose Vision, die förmlich nach Verwandlung in ein entsprechendes Musikwerk verlangt. Beat Furrer hat dieses Werk in Donaueschingen erstmals präsentiert, es wurde danach noch in Wien bei «Wien modern» aufgeführt, später wird noch Paris folgen.
Sieht so die Zukunft der Oper aus? Furrer nennt «Fama» vorsichtshalber ein «Hörtheater». Der Verweis auf Luigi ...
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Her Master’s Voice» – das ist kein Wortspiel eines boshaften Journalisten, sondern ihre höchst eigene Erfindung. Elisabeth Schwarzkopf hat sich selbst so bezeichnet, und sie hat nie verschwiegen, wie sehr sie ihre künstlerische Entwicklung auch ihrem Ehemann Walter Legge verdankt, dem legendären Plattenproduzenten von His Master’s Voice, Columbia und EMI.
Und wie...
I. «Das klingt jetzt wie im Dom-Konzert. Man hört Sie gut. Sie können viel weniger geben.» Musikalische Feinjustierung für die Rheintöchter. In neuer akustischer Umgebung müssen sie das Schwimmen erst wieder lernen. Der Bademeister ist derselbe wie zu Hause: Philippe Auguin, Nürnbergs langjähriger Generalmusikdirektor. Aber sonst läuft alles anders bei dieser...
Wieder, wie schon bei seiner letztjährigen Bremer «Turandot», vertraut Peer Boysen auf die Ausdruckskraft seiner exzentrischen Kostümentwürfe, wieder führt er die Personen mehr stilisiert als realistisch und erzielt damit bei Janáceks «Katja Kabanova» womöglich noch stärkere Wirkungen. Die Kabanicha, unfreiwillige Drahtzieherin des tragischen Geschehens, erscheint...
