Mit Abstand hören
Eine Opernsaison, die mit «7 Deaths of Maria Callas» beginnt , aber schon nach einem Monat endet, kurz nachdem man Mussorgskys «Boris» in Zürich erlebt hat: Chor und Orchester ins Opernhaus übertragen, die Solisten live auf der Bühne, was in der Regie von Barrie Kosky, bei dem alles in einer Bibliothek mit wandelnden Bücherregalen spielt, kühn gelingt. Wenig später sind in München für Braunfels‘ «Die Vögel» statt der zwischenzeitlich erlaubten 500 nur noch 50 Besucherinnen und Besucher zugelassen und dann gar keine mehr.
Dafür erlebt man gerade noch eine auf zwei Abende verteilte Premiere von Mozarts «La finta giardiniera» mit Studentinnen und Studenten! Nach einem halben Jahr sitzt man wieder in der Münchner Reaktorhalle und darf als Gast der Hochschule erneut hochkarätigen Mozart genießen: in Generalproben der «Zauberflöte» mit zwei ganz unterschiedlichen Besetzungen. Was für eine schöne, in jeder Hinsicht auf die Zukunft hoffen lassende Klammer!
Dazwischen gibt es jede Menge Streams von überall auf der Welt. Man ist zu Gast – in Paris («Aida») oder Wien (Henzes «Das verratene Meer» in der konzisen Regie von Wieler/Morabito mit einem faszinierend seekranken Bühnenbild von Anna ...
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Opernwelt Jahrbuch 2021
Rubrik: Umfrage Kritikerstatements, Seite 105
von Klaus Kalchschmid («Süddeutsche Zeitung», «Die Deutsche Bühne», München)
62. Jahrgang, Jahrbuch 2021
Opernwelt wird herausgegeben von Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISBN 978-3-942120-35-7
Best.-Nr. 752967
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Andrea Kaiser | redakt...
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