Leben in Wonderland

Die elfjährige Alma Deutscher hat eine Oper geschrieben; nun wurde «Cinderella» in Wien uraufgeführt

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Gemälde des Diego Velazquez im Wiener Kunsthistorischen Museum zeigen Habsburgs spanische Infanten. Prinzessinen, Prinzen in den gleichen Gewändern und Posen wie ihre Eltern, eben nur ein paar Zentimeter kürzer. Kleine Erwachsene. An sie mussten wir denken, als wir Alma Deutscher zum ersten Mal im Netz sahen.

Nun hat die Elfjährige, Tochter des renommierten israelisch-englischen Linguisten Guy Deutscher, nicht nur als erstes Mädchen dieses Alters eine abendfüllende Oper geschrieben – eine ganz persönliche Version der Cinderella-Geschichte, die Ende Dezember in Wien uraufgeführt wurde –, sondern sie gibt sich auch sehr erwachsen, im Gespräch oder wenn sie, ihrer Violine zauberische Klänge entlockend, auf der Bühne erscheint. Und wenn sie, mit dem Klavier links neben dem Orchester platziert, das musikalische Geschehen begleitet, konzentriert die Arien und Ensembles mitfühlt und -mimt. Doch hat ihr Umgang mit Musik auch etwas bezaubernd Kindlich-Spielerisches. So holt sie sich Anregungen aus einem von ihr selbst geschaffenen utopischen Reich namens «Transsylvanian» (sic), in dem nicht der bekannte Kehlenbeißer den Ton angibt, sondern ein (Fantasie-)Komponist namens  ...

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Opernwelt Februar 2017
Rubrik: Magazin, Seite 73
von Gerhard Persché

Vergriffen
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