Leben in Wonderland
Gemälde des Diego Velazquez im Wiener Kunsthistorischen Museum zeigen Habsburgs spanische Infanten. Prinzessinen, Prinzen in den gleichen Gewändern und Posen wie ihre Eltern, eben nur ein paar Zentimeter kürzer. Kleine Erwachsene. An sie mussten wir denken, als wir Alma Deutscher zum ersten Mal im Netz sahen.
Nun hat die Elfjährige, Tochter des renommierten israelisch-englischen Linguisten Guy Deutscher, nicht nur als erstes Mädchen dieses Alters eine abendfüllende Oper geschrieben – eine ganz persönliche Version der Cinderella-Geschichte, die Ende Dezember in Wien uraufgeführt wurde –, sondern sie gibt sich auch sehr erwachsen, im Gespräch oder wenn sie, ihrer Violine zauberische Klänge entlockend, auf der Bühne erscheint. Und wenn sie, mit dem Klavier links neben dem Orchester platziert, das musikalische Geschehen begleitet, konzentriert die Arien und Ensembles mitfühlt und -mimt. Doch hat ihr Umgang mit Musik auch etwas bezaubernd Kindlich-Spielerisches. So holt sie sich Anregungen aus einem von ihr selbst geschaffenen utopischen Reich namens «Transsylvanian» (sic), in dem nicht der bekannte Kehlenbeißer den Ton angibt, sondern ein (Fantasie-)Komponist namens ...
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In einem Interview mit dem Berliner «Tagesspiegel» hat Barrie Kosky bereits 2013, kurz nach seinem Amtsantritt als Intendant der Komischen Oper, den Dreisatz verraten, mit dem er die in Deutschland so schlecht beleumundete Operette zu neuem Leben erwecken will: «Du musst den Stil lieben, du musst die Stücke mit Stars besetzen, und du musst dich darauf ...
Es ist noch nicht lange her, dass Pergolesis «Stabat mater» wie selbstverständlich zum Repertoire von Opernstars wie Mirella Freni oder Teresa Berganza gehörte und von diesen in jenem Stil gesungen wurde, den sie auch auf der Bühne pflegten. Wie eine Vielzahl von Aufnahmen belegt, ist das Werk mittlerweile zur Domäne von Sängerinnen und Sängern geworden, die...
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05.02. – 20.15 Uhr
Semyon Bychkov dirigiert
Dmitri Schostakowitsch, Symphonie Nr. 5, d-moll opus 47
05.02. – 21.00 Uhr
Valerie Gergiev dirigiert
Dmitri Schostakowitsch, Symphonie Nr. 12, d-moll opus 112 «Das Jahr 1917»
12.02. – 11.00 Uhr
Annette Dasch – Die Gretchenfrage
Porträt mit Ausschnitten aus dem Konzert im Münchner Herkulessaal (2011). Münchner...
