Lasst die Puppen tanzen

Drei Regieteams machen aus Offenbachs «Les contes d’Hoffmann» an der Oper Graz einen leuchtenden Theaterabend

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Was ist sie doch für ein elegantes Räderwerk, diese Olympia, ein Spielzeug, das selbst spielen will. Mit seinen langen Fangarmen greift es nach dem Künstler und schwingt ihn rund um die eigene Achse. Es beglückt ihn wie die Blumen, die Vögel, die Herzen, die aus den Brüsten und aus tiefer gelegenen Körperregionen schießen im zweiten Akt von «Les contes d’Hoffmann» an der Oper Graz. Was Hoffmann mutmaßlich in seiner Virtual-Reality-Brille sieht, sehen dank dem Künstlerkollektiv «1927» auch wir.

Tetiana Zhuravel, die bezaubernde, brillant intonationssichere Sängerin der Olympia, steckt nur das Perückenköpflein durch den Prospekt, auf dem sich übersprudelnde Animationswelten austoben. Ihre Ästhetik kennt man spätestens seit Barrie Koskys weitgereister Inszenierung der «Zauberflöte» für die Komische Oper in Berlin. Dass sie nun in der Steiermark wiederzusehen sind, ist kein Zufall. Ulrich Lenz, der neue Intendant, war bis zum Sommer Koskys Chefdramaturg.

In Graz übernimmt er ein Haus, das Nora Schmid in den vergangenen acht Jahren hervorragend aufgestellt hat. Die Intendantin, die ab dem kommenden Jahr die Dresdner Semperoper übernimmt, sorgte mit einem guten Ensemble, interessanten ...

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Opernwelt November 2023
Rubrik: Im Focus, Seite 31
von Michael Stallknecht

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