Kultur vom Kiosk

Die Opernsammlng von De Agostini auf DVD

Opernwelt - Logo

In Italien ist es schon lange üblich, dass man sich am Kiosk an der Ecke nicht nur mit Sexmagazinen und Cartoon-Heften versorgen kann, sondern auch mit kulturellen Grundnahrungsmitteln wie Bü­chern, Platten, CDs und zuletzt DVDs, und das zu äußerst volkstümlichen Preisen. Mancher, der nie die Lust verspürte, eine Buchhandlung oder einen Platten­la­den aufzusuchen, hat hier, durch die bunt lockende Aufmachung und die Aussicht auf ein «Schnäppchen» animiert, seinen Einstieg in eine ihm bisher verschlossene Welt gefunden.


Das 1901 in Italien gegründete und heute in 26 Ländern präsente Verlagshaus De Agostini, das zu den Marktführern unter den Anbietern gehört, hat im September auf dem deutschen Markt eine DVD-Serie gestartet, die unter dem Titel «Die Opernsammlung» die popu­lärsten Werke des Repertoires zusammenfasst. Alle vierzehn Tage erscheint im Zeitschriftenhandel eine neue Opern-DVD mit Begleitmagazin. Wer die Sammlung komplett haben will, kann sie auch im Abonnement bestellen.
Es handelt sich um Aufzeichnungen der letzten zwanzig Jahre aus den gro­ßen Opernhäusern der Welt. Jede Folge kostet 15 Euro, das ist die Hälfte des offiziellen Ladenpreises, denn die meisten Titel liegen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Januar 2005
Rubrik: Magazin, Seite 25
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
Weitere Beiträge
Spanischer Verismo

Vor einigen Monaten präsentierte das Festival Internacional de Granada eine Produktion von Tomás Bretóns Zarzuela «La verbena de la Paloma» (siehe OW 9-10/2004). Jetzt wurde mit dessen opulentester Oper «La Dolores» die neue Musiktheatersaison des Teatro Real er­öffnet. Bei der Urauffüh­rung des Werks am 16. März 1895 im Teatro de la Zarzuela hatte das...

In Stalins Schatten

Braucht Moskau wirklich eine Inszenierung der «Lady Macbeth von Mzensk» im Bolschoi Theater, um den Wert dieses Stückes zur Debatte zu stellen? Dass das Meisterwerk des jungen Schostakowitsch selbst in Russ­land nicht mehr tabuisiert wird, haben eine konzertante Aufführung unter Mstislav Rostropowitsch und, noch deutlicher, eine szenische Aufführung im Jahr 2001 an...

Verdi: I vespri siciliani

Widerstreitend sind die Gefühle in Palermo. Ungetrübter Glanz einer hervorragend musizierten Verdi-Aufführung hätte sich entfalten können, steckte das Theater nicht in einer tiefen Krise. In Mailand oder Parma hätten die Opernfans den Protagonisten und Ralf Weikert am Pult Ovationen bereitet – hier brö­ckelt ein resigniertes Publikum ab und applaudiert müde.
In...