Klappe zu
Hollywood. Irgendwann in den 1920ern. Ein Probedreh im Studio. «Sunset Motion Pictures» heißt die Traumfabrik, die Jürgen Flimm sich von George Tsypin hat ins Schiller Theater bauen lassen. Scheinwerfer, Schminktische, Kameras, Mikros, Best Boys, Glitzergirls – alles stilecht. Auf einer Leinwand Ozeandampfer, Straßenszenen, eine Fahrt im Cabrio, Gesichter in Schwarzweiß (Video: Robert Pflanz). Der Laden brummt, die Geschäfte mit den Zelluloidgeschichten laufen glänzend.
Auf Reichtum und Ruhm geeicht ist hier nicht nur der Zigarre qualmende Mann im tadellosen Zweireiher, der das Kommando führt: Geronte de Ravoir. Er entscheidet, wer groß rauskommt und wer im ewigen Klappstuhlwartestand versauert. Auch in dem Melodrama der jungen, vollseiden schimmernden Frau, die gerade zur audition erscheint, spielt er eine Schlüsselrolle.
Wie eine Diva des guten alten Kinos betritt Manon Lescaut die Szene: ein Kunstgeschöpf – schlank, elegant, schön, mit schulterlangem dunklen Haar und rubinroten Lippen. Aber auch eine Frau, die weiß, was sie will, nämlich «Star» werden. Dumm nur, dass sie sich in einen Komparsen namens Des Grieux verguckt, der am Set den melancholisch-karierten ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
«Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad ...» Warum fällt uns bei Mephistos auch auf dem Cover der DVD abgebildeter Teufelsfahrt auf dem Krad – mit Faust dahinter auf dem Doppelsitz – dieses Kinderlied ein? Vielleicht, weil Roland Schwabs Inszenierung von Boitos «Mefistofele» an der Bayerischen Staatsoper bei aller Düsternis in ihrer betriebsamen Verspieltheit...
Die besten britischen Stimmen, so geht die Fama, kommen aus Australien. Wenn man die von Roger Neill und Tony Locantro sachkundig edierte fünfstündige Dokumentation betrachtet, in der nicht weniger als 80 australische Sängerinnen und Sänger in Aufnahmen aus 110 Jahren präsentiert werden, festigt sich der Eindruck: Da könnte was dran sein. Die früheste, mit der...
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
www.theateraachen.de
– Il trittico: 1., 5., 8.
– Orphée et Eurydice (semikonzertant): 2., 4.
– Macbeth: 10., 15.
–...
