«Jede Vorstellung ist wichtig»

Kaum ein Abend an der Oper Frankfurt ohne ihn: Für Intendant Bernd Loebe steht und fällt der Rang (s)eines Hauses mit dem Niveau im Repertoirealltag

Opernwelt - Logo

Herr Loebe, Sie sind seit 16 Jahren Intendant in Frankfurt. Was macht das Fundament eines guten Opernhauses aus?
Wichtig ist, dass die Kollektive – Orchester und Chor, aber auch Bühnentechnik, die verschiedenen Abteilungen – wie selbstverständlich auf einem hohen Niveau arbeiten, auf dem man immer noch etwas herauskitzeln kann. Wir haben in Frankfurt die Situation, dass alle Beteiligten mit Stolz ihren Beitrag leisten wollen, damit bei der Premiere das Gesamtniveau gesteigert wird.

Und so kann man bei dem Selbstbewusstsein aller Abteilungen aus einer guten Produktion noch eine sehr gute machen. Bis zur Premiere wird hier geackert.

Und das passiert immer in ungetrübter Harmonie?
Es gibt auch Phasen, wo man mir am liebsten die Tür zu meinem Büro eintreten würde, weil man sich überfordert fühlt. Nach der Premiere erscheinen sehr gute Kritiken – und schon überwiegt wieder der Stolz, dass man es gemeinsam gepackt hat. Wir spüren überproportional gute Reaktionen vom Publikum und seitens der Medien. Da muss dann vielleicht doch am Haus ein spezieller Geist wehen. Es ist natürlich so, dass ich viel anwesend bin und in fast jeder Vorstellung sitze. Dadurch vermitteln meine engsten ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Jahrbuch 2018
Rubrik: Opernhaus des Jahres, Seite 10
von Jan Brachmann

Vergriffen
Weitere Beiträge
Pontifex maximus

Geschlossene Gesellschaft, ein Zirkel nur für Eingeweihte. Nichts jedenfalls für Dilettanten und den Plebs. Auch weil diese Versuchsanordnung im Gonzaga-Palast weniger Kulinarik als intellektuelle Befriedigung versprach. Ein neues Genre galt es schließlich in Mantua zu beobachten und zu feiern, das sich am 24. Februar 1607 im «L’Orfeo» materialisierte und...

Impressum Jahrbuch 2018

59. Jahrgang, Jahrbuch 2018
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin

ISBN     978-3-942120-26-5
Best.-Nr.     752970

Redaktion Opernwelt
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
redaktion@opernwelt.de
www.der-theaterverlag.de/opernwelt



Redaktion
Jürgen Otten, Albrecht Thiemann (V. i. S. d. P.)

Redaktionsbü...

Der Horror nebenan

Kaum ein Lyriker wird so sehr mit heimeliger Romantik, gar «von deutscher Seele» (Hans Pfitzner), identifiziert wie Joseph von Eichendorff. Doch das Klischee trügt: Gerade er ist der Dichter des verstörend Vergänglichen, Unheimlichen, und in seiner Welt ist nichts recht geheuer. Zwei Topoi Eichendorffs irritieren denn auch stets aufs Neue: Wasser und Stimmen...