Guter Rat

Meistersänger beantworten Fragen rund um ihre Profession; die Regisseurin Dagny Müller gibt Tipps für das Spiel auf der Bühne

Opernwelt - Logo

Wie reagieren Musiker auf dieselben Fragen? Wo ergänzen sie sich? Inwiefern helfen widersprüchliche Aussagen bei der Lösung praktischer Probleme? Der Tenor Donald George und die Pianistin Lucy Mauro haben sich ein Experiment ausgedacht: Sie interviewten namhafte Sänger über Grundlagen, Möglichkeiten, Gefahren und Schlüsselerfahrungen ihres Berufs. Die Ergebnisse bündelten sie aber nicht in personenbezogenen Kapiteln, sondern streng thematisch.

Geht es etwa um den idealen Sitz der Stimme und den daraus resultierenden «schönsten Ton», finden sich in dem Band «Master Singers» kurze, prägnante Statements von Stephanie Blythe, Lawrence Brownlee, Nicole Cabell, Joseph Calleja, Thomas Hampson, Jonas Kaufmann und Simon Keenlyside. Statement reiht sich an Statement. Zwar sind nicht alle Auskünfte erhellend und präzise, in der Summe aber durchaus bereichernd. Thematisch wird das ganze Feld des Gesangs abgeschritten, unterschiedlich lang und unterschiedlich intensiv: Bühne, Umgang mit Dirigenten, Stimmbildung, Unterricht, Karriereplanung, Opern- versus Konzertbühne, Oper als Business, szenisches Spiel.

Ausschließlich um szenische Umsetzung kümmert sich die Berliner Regisseurin Dagny Müller in ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Juli 2015
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 24
von Christoph Vratz

Weitere Beiträge
Die Wissenschaft hat festgestellt, ...

Vor vier Jahren widmete sich eine Sektion des 32. Deutschen Romanistentages einem komplexen Thema: «Medienkombination Oper: Romanistik im Dialog mit Medien-, Musik- und Theaterwissenschaftlern». Die acht damals gehaltenen Vorträge liegen nun als Buch vor. Leider wird der dialogwillige Leser schon in der Einführung der beiden Herausgeberinnen Maria Imhof und Anke...

Wie sprechen vom Unfasslichen?

Was für ein Leben! Eine Kindheit und Jugend zwischen Paris, Berlin und Riga. Sorglos, arglos, weltoffen, der Zukunft zugewandt. Der frühe, unstillbare Bildungshunger des Mädchens, das drei «Mutter»-Sprachen beherrscht – Französisch, Deutsch und Russisch. Der großzügige Vater, ein Geistesmensch, der als Wirtschaftsanwalt viel Geld verdient. Die schöne Mutter, von...

Im Austausch mit der Welt

Das Wesentliche lässt sich nicht immer in Worte meißeln, Auslassungen sind auch in der Kunst nicht das Schlechteste. Drei rosa Punkte leuchten an der Fassade des Luzerner Theaters, das mit diesem Signet seinen 175. Geburtstag markiert. Die Pfiffigkeit, mit der gefeiert wird, ist bezeichnend dafür, wie der Intendant Dominique Mentha das Haus auf Vordermann gebracht...