Fadenschein, Glück allein?
Höchste Zeit für Tanz auf den Vulkanen, Operetten auf Opernbühnen. Das christliche Abendland geht nicht unter, wenn um die Weihnachtszeit an der Berliner Staatsoper Jacques Offenbachs rabiate Mythentravestie «Orpheus in der Unterwelt» gegeben wird, neben Märchen wie der «Zauberflöte». Und der bilderwütige Regisseur Philipp Stölzl allzu vieles und Vielfältiges zusammenrührt in der Hölle der Karikaturen.
Aber wie sollen politisch scharfe Satire und fideles Kindertheater, kaltschnäuzige Bühnenposse und abschnurrende Virtuosität dramaturgisch miteinander in Einklang geraten?
Offenbachs «Orpheus» von 1858 sammelt die Reste des zweiten Kaiserreichs Napoleons III. zynisch ein und gibt Missstände der Parodie und Lächerlichkeit anheim. Im Schiller Theater tritt nun vor dem Spiel die «Öffentliche Meinung» in der Person von Cornelius Obonya vor den Vorhang und versorgt das Publikum anmacherisch witzelnd oder polternd mit moralischen Tageskommentaren zu Themen wie Selbstbeschränkung und Wertebewusstsein.
Was folgt, ist Klamotte mit Kinderzimmerbildern, mit flotten, beinnackten Chorfrauen à la Folies Bergère, mit dem Mummenschanz amüsierwütig schauspielernder TV-Prominenz – souverän komisch ...
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Opernwelt Februar 2012
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Wolfgang Schreiber
Hector Berlioz hat sechs Lieder auf Texte von Théophile Gautier unter dem Titel «Les Nuits d’été» zum Zyklus zusammengefügt und zunächst für (mehrere!) Singstimmen und Klavier komponiert, dann erst orchestriert. Die Orchesterfassung hat sich letztlich durchgesetzt, da Berlioz ein großer Klangfarbenzauberer war und zum Klavier eine eher gestörte Beziehung hatte....
Reri Grist, geboren am 29. Februar 1932 in New York, absolvierte von 1959 bis zu ihrem offiziellen Bühnenabschied 1991 eine beispiellose Karriere an allen großen Opernbühnen der Welt. In der Uraufführung der «West Side Story» sang sie auf Wunsch des Komponisten Leonard Bernstein das berühmte «Somewhere». Ihre großen Mozart- und Strauss-Rollen (Zerbinetta, Susanna,...
Bei Premierendaten Angabe der Namen in folgender Reihenfolge:
Musikalische Leitung, Inszenierung,
Bühnenbild u. Kostüme - Solisten
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
Mat. = Matinee
N. = Nachmittagsvorstellung
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44, 0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
• Verdi, Un ballo in maschera: 5. (P), 10., 25. (Halász, Schmitz-Aufterbeck, Brendel, Münchow)
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