Enthusiasten auf dem Ha-Ha
Harfenperlen durchsetzen samtenen Streichergrund, während Klarinette und Flöte schwebende Figurationen weben. So klingt der Landsitz Bly in «The Turn of the Screw». Schließlich hebt die Governess an: «How beautiful it is!»
Ja: Wer das Tor zu den Wormsley-Ländereien passiert, tritt in eine andere Welt. Durch bewaldete Hügel windet sich die schmale Straße ins Tal. Wind zerzaust die Buchenwipfel und verweht die heiseren Schreie der Milane. Auf dem Parkplatz im Talgrund hoffen Kinder mit Handwagen auf schwere Picknickkörbe: Pfadfinder, die für eine Islandreise sparen.
Links geht es zum hauseigenen Cricket-Feld, rechts warten Wildpark und See. Das Herrenhaus hält sich vornehm abseits hinter Bäumen. Weiße Zelte für den Pausenschmaus säumen den gemähten Wiesenpfad. Alles strebt zu Garsingtons Opernpavillon: Für Mozarts «Don Giovanni», Offenbachs «Fantasio», Smetanas «Verkaufte Braut». Und «The Turn of the Screw».
Auf Wormsley ist das Festival seit 2011 zu Hause. Seinen Anfang nimmt es 30 Jahre zuvor auf dem Landsitz, dem es seinen Namen verdankt: Garsington Manor liegt eine halbe Autostunde westlich von Wormsley, kurz vor Oxford. Die erste Saison erweist sich erst a posteriori als ...
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Opernwelt August 2019
Rubrik: Im Focus, Seite 6
von Wiebke Roloff Halsey
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JUBILARE
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