Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück

In seinem 28. Jahr sucht das Rossini-Festival in Pesaro nach Wegen in die Zukunft

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Eigentlich könnten sie in Pesaro ja hoch zufrieden sein. Von der Herab­lassung, mit der noch in den sech­ziger Jahren die großen Opern Gioacchino Rossinis behandelt wurden, kann längst keine Rede mehr sein, und auch wenn «Barbiere» und «Italiana» wohl auf ewig die Aufführungsstatistiken dominieren werden, nehmen Dirigenten und Intendanten inzwischen auch Werke wie «Otello» und «Semiramide» ernst, spielen sie in den historisch-kritischen Editionen, die in der Geburtsstadt des Meisters im Verlauf von achtundzwanzig Festival-Jahren präsentiert worden sind.

Doch was nun? Jetzt, da die editorische Arbeit im Gro­ßen und Ganzen getan ist und nur noch Fußnoten zu ergänzen sind? Was braucht es noch Rossini-Festspiele, wenn man ein Werk wie den «Otello» auch an einem ehrgeizigen Stadttheater wie Weimar zu sehen bekommt – und das sogar sehr überzeugend? Droht das Festival zur bloßen Urlaubsattraktion für Kulturtouristen abzusinken, oder schaffen es die Verantwortlichen um den künstlerischen Leiter und Rossini-Doyen Alberto Zedda, ihr Festival zum Rossini-Bayreuth zu adeln – zu dem Ort, an dem (idealerweise) musikalische und szenische Maßstäbe im Umgang mit dem Œuvre Rossinis gesetzt werden?
So ...

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Opernwelt September/Oktober 2007
Rubrik: Festspiele I, Seite 42
von Jörg Königsdorf

Vergriffen
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