Durchblick
Handwerk ist das eine. Aber ein wirklich gutes Theaterfoto zeichnet etwas anderes aus. «Es muss den Atem, die Seele einer Produktion einfangen», sagt Monika Rittershaus. «Und zwar so, dass noch ein Geheimnis bleibt.» Das gelinge nicht immer, auch bei den eigenen Bildern nicht. «Es klingt vielleicht etwas hochgegriffen, aber das Tollste ist, wenn ich es schaffe, das zu zeigen, was für mich gemeint ist – ein Bild, das nicht einfach dokumentiert, sondern etwas öffnet für den Betrachter.
»
Monika Rittershaus ist freischaffende Opern- und Theaterfotografin, sie lebt in Berlin und gehört zu den erfolgreichsten, gefragtesten Vertreterinnen der Zunft. Auf die Frage nach einem Lieblingsmotiv aus dem eigenen Portfolio fällt ihr eines aus dem jüngsten Schaffen ein: eine Szene aus Verdis «Macbeth» am Zürcher Opernhaus Anfang April 2016, inszeniert von Barrie Kosky, ausgestattet von Klaus Grünberg (Bühne/Licht) und Klaus Bruns (Kostüme). «Eine der besten Produktionen überhaupt für mich», schwärmt Rittershaus. «Fast alles ist auf die beiden Hauptdarsteller konzentriert, auf Licht und Dunkelheit. Es gibt da eine abgründige Kraft, die aus der inneren Schwäche dieser Menschen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Die besten britischen Stimmen, so geht die Fama, kommen aus Australien. Wenn man die von Roger Neill und Tony Locantro sachkundig edierte fünfstündige Dokumentation betrachtet, in der nicht weniger als 80 australische Sängerinnen und Sänger in Aufnahmen aus 110 Jahren präsentiert werden, festigt sich der Eindruck: Da könnte was dran sein. Die früheste, mit der...
Eine Statistik über Statisten gibt es nicht beim Deutschen Bühnenverein. Doch auch ohne empirisch erhobenes Zahlenmaterial steht fest: Die Kleindarsteller sind eine unverzichtbare Stütze jedes Theaters. Wie sollte zum Beispiel ohne sie die Schlussszene der «Tosca» funktionieren? Während die Sopranistin dem Tenor noch letzte Anweisungen für ein angemessen...
JUBILARE
Mary Violet Leontyne Price wurde 1927 in Laurel/Mississippi geboren und begann ihre musikalische Ausbildung mit Klavierunterricht und als Sängerin im Kirchenchor. Nach dem Studium der Musikpädagogik wurde sie an der New Yorker Juilliard School angenommen und studierte bei Florence Ward Kimball Gesang. Hier war die Sopranistin auch in ihrer ersten...
