Die Drei von der Glücksquelle
Rund zwanzig Opern und Singspiele hat Albert Lortzing bis zu seinem Lebensende anno 1851 komponiert. Jahrzehntelang standen davon nur «Zar und Zimmermann» und «Der Wildschütz» im ständigen Repertoire. Jetzt hat das Theater im mittelsächsischen Freiberg die 1849 in Leipzig uraufgeführte «Komisch-romantische Zauberoper» mit dem Doppeltitel «Rolands Knappen oder Das ersehnte Glück» entdeckt.
Worum geht es? Nachdem der in Diensten Karls des Großen stehende Ritter Roland in Spanien gefallen ist, befinden sich seine drei Knappen namens Andiol (Sopran), Amarin (Tenor) und Sarron (Bariton) in einer verzweifelten Lage: ohne Herrn, fern der Heimat, ohne Sold und Brot. Da erscheint ihnen märchenhaft die Königin der Berge (Sprechrolle), schenkt dem Trio einen leeren Geldbeutel, der Gold herbeizaubern kann, ein Tischtuch, das sich von allein mit erlesenen Speisen und Getränken deckt sowie eine Kappe, die ihren Träger unsichtbar macht. Mit diesen Zauberwaffen gelangen die drei Knappen an den Hof des Königs von Leon Garsias (Bass), der pleite ist und deshalb seine hübsche Tochter Isalda (Sopran) an einen reichen Chinesen namens Tutatu (Tenorbuffo) verheiraten möchte. Den Fortgang der Handlung ...
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Mit der «Zauberflöte», so eine seit der Uraufführung von Mozarts opus ultimum 1791 in Wien allgegenwärtige Intendanten-Weisheit, liegt man immer richtig. Egal, wie Emanuel Schikaneders krause Kreuzung aus Zaubermärchen und Maschinentheater, volkstümlicher Komödie und Freimaurer-Mysterium in Szene gesetzt und die musikalische Kontrastdramaturgie zur Geltung gebracht...
Die neue Herausforderung für das Opern-Theater: Wie lassen sich neue mediale Ausdrucksmittel, Film oder Video, mit der überlieferten Werkgestalt aus Musik, Gesang, Handlung samt fixiertem Ort derselben verbinden, womöglich gar in dieselbe integrieren? An Versuchen fehlt es nicht, besonders nicht in der Moderne. Olga Neuwirth etwa experimentiert auf diesem Gebiet...
Politiker, egal ob links oder rechts, scheinen bisweilen gleich unfähig, Kulturpolitik zu treiben, wiewohl aus verschiedenen Gründen. Wie wenig Ahnung sie von der Materie haben, über die sie entscheiden, zeigte in Italien etwa der tragikomische Streit über das Pensionsalter von Musikern, Sängern und Tänzern. Um «Privilegien» zu beseitigen, wurde 2004 für diese...
