Blicke in Vergangenheit und Gegenwart

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Die Gästeliste las sich wieder einmal wie eine Traumbesetzung: Inge Borkh und Franz Crass, Horst Günter und Ingeborg Hallstein, Catarina Ligendza, Edda Moser, Eva Randová, Felicia Weathers und Spas Wenkoff – viele von denen, die in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts auf den Opernbühnen der Welt Rang und Namen gehabt hatten, verliehen dem diesjährigen Sängertreffen der Gottlob-Frick-Gesellschaft in Ölbronn durch ihre Anwesenheit Glanz.

Während des traditionellen Festaktes in Mühl­acker, musikalisch bereichert durch Solis­ten des «Jungen Ensembles» der Dresdener Semperoper, wurden der Redakteur Dieter Fuoß und die EMI Classics für ihre Verdienste im his­torischen Schallplatten-Bereich mit der Gottlob-Frick-Medaille in Gold ausgezeichnet. Schließlich diskutierten in einer Matinée unter Leitung von «Opernwelt»-Mit­arbei­ter Ekkehard Pluta die drei Intendanten Günter Könemann, Gerd Uecker und Ernö Weil über das moderne Regie­theater. Ihr Fazit: Einerseits müsse das Werk – aus dem Geiste der Musik – erkennbar bleiben, andererseits dürfe Kunst aber nicht nur affirmative Selbstbestätigung des Publikums sein. Eine anregende Veranstaltung.

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Opernwelt Dezember 2005
Rubrik: Magazin, Seite 27
von Gerhart Asche

Vergriffen
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