Apropos... Figur
Herr Carico, Ihr Durchbruch in Iannis Xenakis’ «Oresteia» war sängerisch begründet – aber nicht nur! Ein Szenenfoto mit freiem Oberkörper landete auf der Internet-Seite «barihunk.com» und erhielt die meisten Klicks des Jahres. Ist Ihnen das wichtig?
Ich bin wahnsinnig stolz darauf! Denn Sie wissen vielleicht nicht, dass ich vorher in kurzer Zeit 32 Kilo abgenommen hatte.
Wie bitte?!
Ja, da staunen Sie. Ich war immer ein sehr physischer Darsteller und wollte ursprünglich Schauspieler werden.
Nur war ich lange Zeit stark übergewichtig. Ich schwitzte, geriet außer Atem. Außerdem hatte ich technische Probleme beim Singen. Ich fragte mich, ob diese Probleme mit meinem Gewicht zu tun haben könnten. Außerdem wollte meine Frau, dass ich mit ihr laufen gehe. Irgendwann merkte ich: Du musst dein Leben ändern!
Wie haben Sie das geschafft?
Durch verschiedene Workout-Programme und gesündere Ernährung, wie die meisten, die erfolgreich viel abnehmen. Ein wichtiger Ansporn war auch, dass mir irgendwann klar wurde, dass ich mit meiner damaligen Figur nie Leporello verkörpern könnte – eine Rolle, die ich kürzlich an der Deutschen Oper in Berlin gesungen habe. In Amerika wurde mir die Titelrolle in dem ...
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Opernwelt März 2016
Rubrik: Magazin, Seite 87
von Kai Luehrs-Kaiser
Frau Schmidt-Futterer, Ihre Zunft kommt auf dem Besetzungszettel meist an vorletzter Stelle. Einige Regisseure sehen das Kostüm als notwendiges Übel, viele scheinen sich regelrecht davor zu fürchten. Oder täuscht der Eindruck?
Nein, diese Angst beobachtet man tatsächlich oft. Entwickelt hat sie sich, als einzelne Kostümbildner den Kittel und die...
Enrique Granados ereilte der Tod auf der Heimreise von einem seiner größten Erfolge. Zu Beginn des Jahres 1916 hatte die New Yorker Met seine Oper «Goyescas» uraufgeführt, doch während der Rückreise in die spanische Heimat torpedierte ein deutsches U-Boot das britisch-französische Fährschiff «Sussex». Der Pianist und Komponist hatte gleich mehrfaches Unglück im...
Oscar Wilde wusste genau, was er wollte: «... und dann an Stelle des Orchesters große Pfannen mit Parfüm: Die wohlduftenden Wolken steigen auf und verhüllen von Zeit zu Zeit die Bühne.» So stellte er sich seine «Salome» vor. Als Rausch, der alle Sinne anspricht, eine Feier spätantiker Dekadenz, ausgestattet in überbordendem byzantinischen Luxus. Ein Ambiente, das...
