Kooperieren und Kunst leben

In Osnabrück gibt es in der Coronapandemie eine ungewöhnliche Kooperation: Das Museumsquartier der Stadt und das Theater Osnabrück entwickeln gemeinsam Videosequenzen und holen damit das Theater ins Felix-Nussbaum-Haus.

Das Schlimme an Krisen ist, dass sie Grenzen aufzeigen. Das Gute an Krisen ist, dass es Menschen gibt, die versuchen, diese Grenzen zu überwinden, indem sie Neues ausprobieren. In Osnabrück gibt es ein Projekt, mit dem während der Coronapandemie genau das versucht wird: Hier haben sich Museumsquartier und Theater zusammengetan, um neue Möglichkeiten der Kunst auszuloten. Beide Häuser müssen seit Monaten den Publikumsverkehr einstellen, dürfen aufgrund der Verordnungen nicht für Gäste öffnen.

Externe Menschen ins Museum zu lassen war aber Voraussetzung für die Idee, mit der Claudia Drecksträter im November 2020 auf das Theater zugegangen ist. „Das Theater war sofort begeistert“, erinnert sich die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Museumsquartiers. Gemeinsam wurde nach Lösungen gesucht, um das interdisziplinäre Gemeinschaftsprojekt umsetzen zu können. Mit dem Projekt sollten einerseits die Ausstellungsräume wieder lebendig werden. Andererseits sollten die Künstlerinnen und Künstler des Theaters die Möglichkeit haben aufzutreten, ihre Kunst zu leben. Zudem sollten auch kulturinteressierte Menschen wieder in den Genuss von Aufführungen kommen, sich mit Kunst auseinandersetzen ...

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BTR Ausgabe 2 2021
Rubrik: Produktionen, Seite 52
von Marie-Luise Braun

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