Welt-Theater zu Gast in Düsseldorf

Abgesagt, digital, hybrid oder live – dies waren die Optionen, die die Organisatoren des internationalen Festivals „Theater der Welt“ für dieses Jahr entwickelt hatten – nachdem es 2020 komplett abgesagt werden musste. Zum 40-jährigen Jubiläum konnte das Festival vom 17. Juni bis zum 4. Juli um das fertig renovierte Düsseldorfer Schauspielhaus auf dem Vorplatz und an anderen Örtlichkeiten kurzfristig doch vor Publikum stattfinden – live, gestreamt und in improvisierten Formaten.

Dass Theater und live zwei Begriffe sind, die eigentlich zusammengehören – diese Selbstverständlichkeit ist uns seit der Pandemie abhandengekommen. Livestream als Notbehelf oder Kunstform der Zukunft? Das Festival „Theater der Welt“ konnte von den durch die Pandemie entwickelten neuen technischen und künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten profitieren und auch kurzfristig abgesagte Aufführungen als Livestream präsentieren. Vom 17. Juni bis zum 4. Juli fand das Festival statt, bis zum Schluss war es eine Zitterpartie.

Nun wurde es aber eine der ersten Großveranstaltungen, die unter den entsprechend aufwendigen Hygiene- und Schutzkonzepten stattfinden konnte. Gegenüber 2020 hatte sich das Programm verändert, denn manche Ensembles konnten pandemiebedingt nicht aus- oder einreisen und hatten auch ihren Spielbetrieb einstellen müssen. Umso erstaunlicher, dass doch Ensembles aus aller Welt anreisen konnten. Alle drei Jahre findet das Festival seit 1981 in einer deutschen Stadt statt. Es war das erste und ist bis heute das wichtigste internationale Theaterfestival in Deutschland. „International“ hieß damals schon, das Burgtheater aus Wien einzuladen. Längst hat das Festival den Anspruch ...

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BTR Ausgabe 4 2021
Rubrik: Produktionen, Seite 30
von Karin Winkelsesser

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