„Verachte mir die Meister nicht …“
„Die Meistersinger von Nürnberg“ war die diesjährige Neuproduktion der Bayreuther Festspiele. Raffiniert inszenierte Barrie Kosky die Oper über einen Sängerwettbewerb – unter der musikalischen Leitung von Philippe Jordan – historisch vielschichtig. Er verquickt Wagners Zeit mit dem Mittelalter und den Nürnberger Prozessen. Die Autorin stellt die Zusammenarbeit der Bühnenbildnerin Rebecca Ringst mit Kosky vor sowie die Umsetzung durch die Technik der Festspiele.
Richard Wagners heikelstes Werk ist „Die Meistersinger von Nürnberg“. Für die Regie hatten die Verantwortlichen der Bayreuther Festspiele Barrie Kosky, Intendant der Komischen Oper Berlin, auf den Grünen Hügel geholt. Das war vielversprechend. Der australische Regisseur mit einem Händchen für die leichte Muse und bekannt als frecher, Musical-verliebter Theatermacher, ging denn auch – kongenial unterstützt von Bühnenbildnerin Rebecca Ringst und Kostümbildner Klaus Bruns – mit einem Kunstgriff ans Werk. Er versetzte es in Richard Wagners Zeit, mitsamt Figurenpersonal: den Schuster-Poeten Hans Sachs, den Gildenleiter, Kritiker und Pedanten Beckmesser, den jungen Ritter Walther von Stolzing, den reichen Goldschmied Veit Pogner, ...
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Besonders eine Figur dominierte die Berichterstattung über die Neuinszenierung bei den Bayreuther Festspielen: ein gigantischer Judenkopf. Er kommt aus der Unterbühne und wird szenisch aufgeblasen – lautlos. Der Konstrukteur stellt die technische Realisierung der Erfindung vor, aber auch die Unterkonstruktion zum Transportieren des schweren Bühnenbilds, das nach...
This year saw the 72nd edition of the Bregenz Festival. Once again, the lake stage proved a magnet for the public. Here, a production of Georges Bizet’s “Carmen” was attended by almost 7000 festival guests each evening, delighting them not only with its music and song but also with its extraordinary setting and effective projections.
Two enormous hands framing...
Or as it is in German, “Verweile doch”. This quotation from Faust was chosen as the title for the Berlin State Opera’s opening gala. Yes, everybody would have liked to stay a while, especially the people responsible for its rebuilding. At last, one of Berlin’s major building sites is nearing completion, following seven years of renovation work at almost twice the...
