Mapping-Revolution in Orange

Als weltweit erste Schau, deren Bilder von einer Künstlichen Intelligenz entworfen wurden, soll die „Odyssée sonore“ Besucher in den provenzalischen Ort Orange locken. Bei der Verwendung dieser immersiven Multimediakunst in einem Amphitheater aus der Römerzeit stellt sich aber auch die Frage: Was genau kann die KI – und was nicht?

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Ein Theater einfach mal verschwinden lassen, indem man es mit Bildern überschüttet: Genau das gelingt den Machern der „Odyssée sonore“ in Orange, in der Provence. Dort will man ein Licht- und Tonspektakel neuer Art dafür einsetzen, die Besucherzahlen des historischen Städtchens binnen fünf Jahren von 150.000 auf 300.000 pro Jahr zu verdoppeln. Und länger verweilen als bisher sollen sie möglichst auch. Ja, es gibt noch Ortschaften, die Touristen anziehen wollen, anstatt über Massentourismus und dessen Schäden zu klagen.

Hauptargument und so ziemlich die einzige Attraktion der Stadt ist ein historisches Freilufttheater aus der Römerzeit. Bekannt ist es für das Musikfestival Les Chorégies, das in Klassik macht, dabei aber im Schatten des größeren Opernfestivals von Aixen-Provence steht. 20 Kilometer südlich von Orange befindet sich wiederum Avignon mit seinem Papstpalast, der als historisches Monument alles überstrahlt. In Orange versucht man daher, mit dem Umfeld und dessen klangvollen Namen des Weinanbaus zu punkten. Allen voran: Châteauneuf-du-Pape. Doch nun schrieben die Stadtväter und -mütter ein Projekt aus, um den historischen Theaterbau mit einem genauso beeindruckenden ...

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BTR 4 2023
Rubrik: Produktionen, Seite 16
von Thomas Hahn

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