„Ich höre auch mit den Augen“

Die Klangkünstlerin Denise Ritter fördert Geräusche von unter Tage

„mono / industriell“ heißt die Klanginstallation, die Denise Ritter für das groß angelegte, städteübergreifende Ausstellungsprojekt „Kunst & Kohle“ realisiert hat. Gezeigt wurde die Arbeit im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl. Das war eines von 17 Museen im Verbund der RuhrKunstMuseen, die das Ende des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet mit der Schau „Kunst & Kohle“ in rund 150 künstlerischen Positionen thematisiert haben. Unsere Autorin sprach mit der Künstlerin über ihre Arbeiten.

Denise Ritter schreibt in ihrem Text „Stille im Streb“, den sie für den Ausstellungskatalog zu ihrer Arbeit „mono / industriell“ verfasst hat: „November 2017. Mit der Seilfahrt, bei der ich mit 30 Stundenkilometern in eine Teufe von 1200 m unter die Erde rausche, mache ich eine Reise ins Karbon – in jene versteinerte Landschaft, die vor 300 Millionen Jahren große Sumpfgebiete mit baumhohen Farnen und Schachtelhalmen, Schuppen- und Siegelbäumen darstellte. Über unvorstellbar lange Zeit und unter hohem Druck entstand daraus Steinkohle, während nebenbei Kontinente zerfielen und sich neu zusammensetzten, Gebirge sich auffalteten und wieder abgetragen wurden. In diese fossile Welt hat sich der Mensch ...

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BTR Ausgabe 5 2018
Rubrik: Thema: Ton, Seite 62
von Antje Grajetzky