Gute Vorarbeit und starke Nerven

Chronik der ersten Internationalen Festwoche im Meininger Staatstheater

Vom 4. bis zum 14. April 2019 gastierten preisgekrönte Produktionen von Klassikern der Theaterliteratur aus Großbritannien, Frankreich, Litauen und Heidelberg im Meininger Staatstheater. Eröffnet wurde mit einem Konzert, und eine Eigenproduktion entstand. Erste Planungen und Kontakte, das Einrichten von Festivalzentrum und Theater, Proben und wechselnde Inszenierungen, überraschende Bühnenbildlösungen – die Chronik des Technischen Direktors dokumentiert Gastspielalltag im Detail.

Meiningen nimmt in der Theatergeschichte eine bedeutende Stellung ein: Herzog Georg II.

von Sachsen-Meiningen erfand hier im 19. Jahrhundert das Regietheater, bis dahin wurde Theater ohne Regisseur gespielt. Er konzentrierte sich vor allem auf die Klassiker Shakespeare, Schiller und Kleist, bei denen er stets den aktuellen Bezug suchte. Da das Theatergebäude mit seinen 728 Sitzplätzen schon damals zu groß für die geringe Einwohnerzahl Meiningens war, ging er mit seinem Ensemble auf Gastspielreise: Zwischen 1866 und 1890 spielten die „Meininger“ in 38 Städten in ganz Europa. Mit den eindrucksvollen, bildgewaltigen Inszenierungen erlangten sie nachhaltige Berühmtheit. Aber die Meininger spielten nicht nur ...

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BTR Ausgabe 3 2019
Rubrik: Thema: Bau & Betrieb, Seite 56
von Detlef Nicolmann und Co-Autorin Anna Seteki