Bühnentechnik ist (k)eine Hexerei

2016 war DAS Harry-Potter-Jahr in London: Ende Juli erregte die Premiere des Theaterstücks „Harry Potter and the Cursed Child“ am Palace Theatre Aufsehen, das vor allem den Ausstattern galt, die an den acht detailverliebten Romanverfilmungen gemessen wurden. Ebenfalls im Juli startete die Warner Bros. Studio Tour London, bei der man einen Blick hinter die Kulissen der weltweit erfolgreichsten Filmreihe werfen kann, deren Dreharbeiten vor gut 15 Jahren begannen.

Joanne K. Rowling, Autorin der siebenteiligen Reise von Harry Potter, hatte diesen Kosmos als abgeschlossen erklärt. So gab es zwar keine Roman- oder Spielfilmfortsetzung, aber ein Bühnenstück, das direkt an das Ende des Mehrteilers bzw. an die letzte Einstellung des achten Filmteils anknüpft. Es verrät kaum mehr, als ohnehin bekannt war, und liefert doch genug Stoff für ein über fünfstündiges Stück, das die Co-Autoren und Regisseure Jack Thorne und John Tiffany in zwei Teile aufgeteilt haben.



Bereits in den Romanen wird zu unserer technisierten menschlichen „Muggel“-Welt ein Parallelkosmos aufgebaut: vorindustriell, viktorianisch, „very british“. Statt mit Elektrizität und Cyberspace umgeben sich die Zauberer mit Magie, Mystik und Mythen. Beschwörungen und fliegende Besen bestimmen ihren Alltag. Paradoxerweise können die Fantasien der Autorin nur mit viel Einsatz von modernster Technik Wirklichkeit werden.

Die Erwartungen für die Inszenierung von „Harry Potter and the Cursed Child“ waren wegen der Bilder und Effekte aus den Verfilmungen hoch. Und so ließ ein Team von internationalen Größen der Bühnenillusionen im Palace Theatre im Londoner West End den Zauber Wirklichkeit werden. ...

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BTR Ausgabe 1 2017
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 56
von Eva Maria Fischer

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