Aus Tradition modern
Das Festspielhaus Hellerau, 1911/1912 als Bildungsanstalt für Rhythmik nach den Visionen des Architekten Heinrich Tessenow und des Musikpädagogen Émile Jaques-Dalcroze geplant und erbaut, ist heute Sitz von Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste. Als Bühne der Landeshauptstadt Dresden zählt es zu den wichtigsten internationalen Produktionshäusern der zeitgenössischen performativen Künste und präsentiert interdisziplinäre Koproduktionen und Gastspiele im Bereich Tanz, Musik, Theater, Performance, Medienkunst und bildende Kunst.
Seine Bedeutung als Laboratorium der künstlerischen Moderne und Wiege der Rhythmikausbildung gilt bis heute. Seit 2017 beschäftigt sich das transdisziplinäre, DFG-geförderte Forschungsprojekt „Architektur und Raum für die Aufführungskünste“ (http://auffuehrungarchitekturraum.net), geleitet von Barbara Büscher (Theater-/Medienwissenschaft, HMT Leipzig) und Annette Menting (Architekturgeschichte/-theorie, HTWK Leipzig), mit Fragen, die dem Zusammenhang zwischen Theater als Bereich der Aufführungskünste und Theater als Ort und Gebäude, als Teil einer Bandbreite von Spielstätten verschiedener (Bau)Typologien, nachgehen. Im Zentrum steht zum einen der ...
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BTR 4 2023
Rubrik: Bau & Betrieb, Seite 40
von Verena Elisabet Eitel
AR-Technologie bei den Bayreuther Festspielen
In diesem Jahr ergänzte Augmented Reality (AR) die Oper „Parsifal“ und bot eine neue Dimension und damit ein besonderes Opernerlebnis. Der Bühnenraum wurde durch AR um virtuelle, dreidimensionale Bilder erweitert. Die künstlich erzeugte Realität ließ einen Teil des Publikums mithilfe einer AR-Brille eintauchen in...
Wie nehmen Kinder und Jugendliche Theater wahr? Welche Inhalte sprechen sie an? Mit welchen Formen über das Sprechtheater hinaus können wir diese vermitteln? Also: Wo holen wir sie ab? Die Schauburg, das Theater der Jugend der Stadtverwaltung München, hat in Süddeutschland eine Vorreiterrolle übernommen, analoge und digitale Bühnenräume zu verbinden (BTR 3/2022)...
Die berührendste Szene spielt sich zum Schluss der Pressekonferenz auf der Probebühne des Berliner Ensembles ab, als Adam Ganz auf die Bühne tritt, um sich von den Journalisten fotografieren zu lassen – mit dem einzigen physischen Objekt, das das Bühnenbild zu seinem Stück „Felix’s Room“ enthält: eine Barock-Kommode, die seinem Urgroßvater Felix Ganz gehörte. Und...
