Aus Tradition modern

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Architektur und Raum für die Aufführungskünste“ entstand die Reihe „Arbeitshefte“, die bereits die Produktionshäuser FFT Düsseldorf und PACT Essen mit jeweils spezifischen Schwerpunkten vorgestellt hat. Nun ist eine weitere Ausgabe erschienen, die sich mit dem Europäischen Zentrum der Künste Dresden in Hellerau beschäftigt

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Das Festspielhaus Hellerau, 1911/1912 als Bildungsanstalt für Rhythmik nach den Visionen des Architekten Heinrich Tessenow und des Musikpädagogen Émile Jaques-Dalcroze geplant und erbaut, ist heute Sitz von Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste. Als Bühne der Landeshauptstadt Dresden zählt es zu den wichtigsten internationalen Produktionshäusern der zeitgenössischen performativen Künste und präsentiert interdisziplinäre Koproduktionen und Gastspiele im Bereich Tanz, Musik, Theater, Performance, Medienkunst und bildende Kunst.

Seine Bedeutung als Laboratorium der künstlerischen Moderne und Wiege der Rhythmikausbildung gilt bis heute. Seit 2017 beschäftigt sich das transdisziplinäre, DFG-geförderte Forschungsprojekt „Architektur und Raum für die Aufführungskünste“ (http://auffuehrungarchitekturraum.net), geleitet von Barbara Büscher (Theater-/Medienwissenschaft, HMT Leipzig) und Annette Menting (Architekturgeschichte/-theorie, HTWK Leipzig), mit Fragen, die dem Zusammenhang zwischen Theater als Bereich der Aufführungskünste und Theater als Ort und Gebäude, als Teil einer Bandbreite von Spielstätten verschiedener (Bau)Typologien, nachgehen. Im Zentrum steht zum einen der ...

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BTR 4 2023
Rubrik: Bau & Betrieb, Seite 40
von Verena Elisabet Eitel

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