Revolution im Schnürboden
Ostrava ist eine Stadt der Kontraste: industrielles Erbe trifft auf kulturelle Ambition. Eine Stadt mit einem Herz aus Stahl und tiefen Narben vom Kohlebergbau. Inmitten dieser Region wurde bereits vor mehr als 100 Jahren das neobarocke Gebäude des damaligen Stadttheaters errichtet, das heutige Antonin-Dvorak-Theater. Es beherbergt die Heimspielstätte der Opern-, Schauspiel- und Ballettkompanien des Nationaltheaters Mährisch-Schlesisch mit einer Zuschauerkapazität von 517 Plätzen. Es ist eines der drei Nationaltheater der Tschechischen Republik.
Seit der letzten Rekonstruktion sind bereits 25 Jahre vergangen, im Hinblick auf das Tempo der technologischen Entwicklungen eine lange Zeit. Die damalige Technologie, wenngleich zu ihrer Zeit progressiv, entsprach eben den Möglichkeiten der Jahrtausendwende. Das Theater war an einen Punkt gelangt, an dem mechanischer Verschleiß, Materialermüdung und die Geräuschentwicklung der alten Antriebe nicht mehr mit den Anforderungen der modernen Szenografie vereinbar waren. Die Entscheidung zur Rekonstruktion fiel nicht plötzlich. Erste Überlegungen datieren auf das Jahr 2018, wobei der eigentliche Startschuss der Vorbereitungen im Juni 2022 mit ...
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BTR Sonderband 2026
Rubrik: Bau/Betrieb/Sanierung, Seite 42
von Otakar Mlcoch und Miroslav Krcma
Highlights am Münchner Volkstheater: Mit der Uraufführung „Grey“ (Premiere 20.03.2025) von Serhat „Saïd“ Perhat und Sophie Haydee Colindres Zühlke und ihrem jungen, kreativen Team hat das Münchner Volkstheater modernen Tanz ins Repertoire aufgenommen und damit einen großen Erfolg erzielt, vor allem beim jugendlichen Publikum. Bisher waren alle Vorstellungen schnell...
Sieht man vom Bühnengeschehen ab, dann ist der neue Teppich im Saal inklusive Rang das Einzige, was Besucherinnen und Besucher des Schauspielhauses Leipzig nach dem jüngsten Umbau direkt wahrnehmen. Den Belag auszutauschen lag nahe, denn Fußböden mussten geöffnet werden, um Kabelverbindungen zwischen Technikplätzen und Bühne zu sanieren und zu ertüchtigen. Einmal...
Im Jahr 2021 endete das Forschungsprojekt digital.dthg mit einer Vision: Was wäre, wenn jedes Theater in Deutschland ein belastbares 3D-Modell nach gemeinsamen Mindeststandards hätte – und wir vollständig digital vernetzt wären? Wenn Bauproben, Sichtlinienanalysen, Sicherheitsunterweisungen und Konzeptabgaben auf einer geteilten digitalen Grundlage stattfinden...
