„Eigenwillig perspektivisch“

Aus 13 Gemälden des Künstlers Franz Radziwill ist am Oldenburgischen Staatstheater ein dreidimensionaler Bühnenraum entstanden. Sofie Thyssen, Lichtdesignerin am Theater, und die Technische Direktorin Veronika Hoberg geben Auskunft über die Arbeit an diesem projizierten Bühnenbild

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Ob van Gogh, Gustav Klimt, Monet oder Frida Kahlo – Malerei als immersives Erlebnis in Ausstellungshallen zu präsentieren, ist seit einigen Jahren ein erfolgreicher Trend. In der Spielzeit 22/23 hat es die farbenprächtige Bildwelt eines weniger bekannten Malers auf die Bühne geschafft. Am 9. März 2024 läuft am Staatstheater Oldenburg ein letztes Mal „Radziwill oder der Riss durch die Zeit“.

Der norddeutsche Künstler Franz Radziwill (1895–1983) hat Werke geschaffen, die „naturgetreu waren und dennoch häufig ein unsagbares Geheimnis trugen“, erklärt Dramaturg Jonas Hennicke in der Stückeinführung. „Das Fenster meines Nachbarn“ beschreibt er so: „Hierauf befindet sich das schlichte weiße Holzfenster eines Bauernhauses, ummauert von akkuratem Bockhorner-Klinker, bekränzt von einer Spitzengardine. Das alles ist sehr detailreich und genauestens ausgeführt. Wir bekommen den exakten Blick von außen auf dieses Fenster wiedergegeben. Das Einzige, was wir nicht gezeigt bekommen, ist, was hinter diesem Fenster stattfindet. Dieses Geheimnis liegt schwarz im Dunkeln und ist damit unser aller Fantasie Preis gegeben. Hier ist der Raum für unsere Assoziationen, Erinnerungen und Dämonen.“ Für das ...

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BTR Ausgabe 1 2024
Rubrik: Licht, Ton und Produktionen, Seite 34
von Iris Abel

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