„Das Administrative hat doch sehr Gewicht“

Beim Technischen Direktor laufen viele Fäden eines Theaters zusammen. Natürlich die der Bühne und der Werkstätten, aber auch nicht Unerhebliches aus der Verwaltung und der Intendanz. Es gibt viel zu organisieren und zu entscheiden – was alles dazu gehört, verrät Axel Tonn von der neuen Bühne Senftenberg.

Eigentlich war das Interview in Senf­ten­berg vor Ort geplant gewesen – im März 2020. Aufgrund bekannter Ereignisse wurde daraus nun ein Telefongespräch mit Axel Tonn. Sein Beruf ist per se kein Ausbildungsberuf, auch gibt es keinen expliziten Studiengang dafür. Doch meist gilt heutzutage das Studium für Theater- und Veranstaltungstechnik an der Beuth Hochschule in Berlin (siehe Seite 84) als Voraussetzung für eine Bewerbung zum Technischen Direktor (TD).

BTR: Herr Tonn, könnten Sie kurz beschreiben, was die Aufgaben eines TDs sind?

Axel Tonn: Einem Technischen Direktor oblie­gen hauptsächlich die bühnen- und die werkstatttechnischen Belange der Inszenierungen eines Theaters, einer Oper oder Ähnlichem. Dazu zählt die Führung des jeweiligen Personals ebenso wie der Einsatz und die Verwendung der erforderlichen Technik und Materialien. Auch in brandschutz- und sicherheitstechnischen Themen sind TDs der erste Ansprechpartner im Haus. Weitere Aufgabenschwerpunkte sind meist die Haustechnik und die Unterhaltung der Gewerbeimmobilien, also der Spiel- und Werkstätten, der dazugehörigen Verwaltungsgebäude und Lager sowie des Betriebsgeländes; nicht zu vergessen die dazugehörigen Wartungs- ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

BTR Sonderband 2020
Rubrik: Thema: Berufsbilder & Porträts, Seite 80
von Julia Röseler

Weitere Beiträge
Breites Wissen als Basis für Kreativität

Mehr als 30 Jahre Ingenieurausbildung an der Beuth Hochschule Berlin – Absolventen und Absolventinnen der Bachelor- und Masterstudiengänge der Theater- und Veranstaltungstechnik sind aus der Branche nicht mehr wegzudenken. Wie war die Entwicklung? Was sind die Inhalte der Ausbildung? Welche Ideen für die Zukunft gibt es?

Wesko Rohde: Herr Rolfes, seit wann gibt es...

“The space should be the key player”

Ms Newton, you were born in 1976 in Munich, where you also went to school. After gaining your school-leaving certificate, you studied architecture in Dresden and then set design. What interested you about spatial concepts, both in architecture and stage sets?
Lena Newton: Spaces, and the stories they tell, always fascinated me. After doing various internships at...

Sie geben den Takt an

Es ist Freitagabend und ich treffe Ulrike Schaper um 19 Uhr an der Pforte des Schauspielhauses in Bochum. Ihr erster Gang bei Dienstantritt führt sie ohnehin zur Pforte. Dort holt sie das Inspizientenbuch aus ihrem Fach und nimmt das Abendspielbuch für die Vorstellung im großen Haus entgegen. Auf dem Weg zum Inspizientenplatz findet sie immer wieder Zeit für einen...