Wie wird ein Theater klimaneutral?

Das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen ist nach eigenen Angaben eine der ersten deutschen Spielstätten, die sich gleich auf mehreren Ebenen um einen nachhaltigen Betrieb kümmern. In der Spielzeit 2019/2020 erstellte das Haus erstmalig eine detaillierte CO2-Bilanz, kooperiert zudem mit den örtlichen Nahverkehrsbetrieben und setzt auf wiederverwendbare Bühnenteile

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Vor allem abends wirkt sie beeindruckend: Die hell erleuchtete Glasfassade des Musiktheaters im Revier (MiR). Bereits seit 1959 dominiert der geradlinige, zeitlos wirkende Bau das Tor zur Gelsenkirchener Innenstadt. Im Schnitt gehen pro Spielzeit 300 Veranstaltungen über die große und die kleine Bühne des Hauses. Über 100.000 Menschen schauen dabei zu. Alles Repräsentative und Erfolgreiche hat aber auch seinen Preis: Ohne jeglichen Energie- und Materialaufwand wären weder Aufführungen noch Außenbeleuchtung möglich. Allein der Energieverbrauch lag im Jahr 2019 noch bei 1.170.

000 Kilowattstunden. Doch seitdem die Belegschaft 2020 begonnen hat, genauer hinzuschauen, fanden sich bereits mehrere Einsparpotenziale. Sie ließen sich ohne merkliche Einschnitte in den Spielbetrieb umsetzen.

Impulse vom Land NRW und aus Manchester
Nach Angaben von Geschäftsführer Tobias Werner gab es zwei Auslöser für das Nachhaltigkeitskonzept: Da war zum einen die vom Land NRW geförderte Initiative „Ökoprofit“, an der das Gelsenkirchener Musiktheater 2019 teilnahm. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprogramm vor allem zwischen Kommunen und der örtlichen Wirtschaft. Gemeinsam erarbeiten alle ...

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BTR 4 2023
Rubrik: Bau & Betrieb, Seite 48
von Simon Schomäcker

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