Was wir brauchen – und was nicht
Es geht nicht mehr um Ziele. Es geht nicht darum, eine Richtung einzuschlagen, Probleme zu erkennen und zu beseitigen und eine Situation zu verbessern. Es geht ausschließlich darum, den Tanz ums goldene Kalb am Laufen zu halten. Es ist wichtig, abstrakte Gefahren und Risiken abzuschätzen, egal wie fern und konstruiert sie sein mögen, und in langen und aufwendigen Prozessen alles zu verhindern, was den Menschen das Leben und Arbeiten erleichtern könnte. Dabei ist jede noch so unsinnige bürokratische Zwischenstation eine willkommene Helferin der Unbeweglichen.
Gut die Hälfte der Theater muss inzwischen ohne die nötigen Meister zurechtkommen, einige Häuser haben niemanden mehr mit dieser Qualifikation und gehen auch bei Ausschreibungen leer aus. Bewerbungen: keine! Auch reißen sich die Nachkommen nicht gerade um die Meisterstellen, weil man spätestens nach Erreichen des Meisterbriefs mit dem operativen Geschäft fast nichts mehr zu tun hat. Man füllt Tabellen aus, prüft und wägt ab, schreibt es vor allem auf, legt es (meist) für immer ab und wartet. Falls mal etwas passiert, hat man alles so gemacht, wie es sich drei Anwälte in ernsten Runden und für ordentliche Honorare bei Kaffee und ...
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BTR Ausgabe 2 2024
Rubrik: Beruf und Bildung, Seite 76
von Wesko Rohde
Wann hielt das bewegte Bild als dramaturgisches Mittel Einzug in das Theater? Im Theater selbst blieben zwar Illusionen wie Pepper’s Ghost, Projektionen und Schattenspiele im Gedächtnis, der Film selbst hingegen dokumentierte die Aufführungen oder nutzte sie als Vorlage für Filmproduktionen. Zunächst wurden die Werke der Gebrüder Lumière als Kuriositäten abgetan....
Sie stürzen sich senkrecht in die Tiefe, verschwinden manchmal in einem Loch im Boden oder schmiegen sich an die Fliehkraft, während sie auf einer Drehscheibe rotieren. Yoann Bourgeois macht Mozarts Requiem zu einem Resonanzkörper für gravitationelle und zentrifugale Mächte, für materielle menschliche Körper im Spiel der unsichtbaren physikalischen Kräfte. Auf...
Wir haben noch bis 5:30 Uhr rumgeschraubt“, entschuldigt Christopher Bauder die verspätete Pressekonferenz zur Weltpremiere von „Vektor“ am 1. Februar im ehemaligen Heizkraftwerk in Berlin-Mitte. Das Kraftwerk ist ein Stück Berliner Industriegeschichte, erbaut etwa zeitgleich mit der Berliner Mauer. Apropos Mauer: Bauder wurde vor allem mit der Installation...
