Vielfalt – eine Frage der Kreativität

Eine Theatersanierung steht bevor, das Ensemble muss aus seinem Stammhaus ausziehen. Ein Festival sucht eine neue Spielstätte, an einem ausgefallenen Ort. Obwohl diese Architekturen nur vorübergehend genutzt werden, müssen sie dennoch konkrete technische und räumliche Anforderungen erfüllen. Das Unternehmen NÜSSLI hat sich auf temporäre Bauten spezialisiert, die sich auch für Theaterräume eignen. Was zeichnet diese Konstruktionen aus?

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Die Veranstaltungs- und Messebranche verändert sich, ist in den vergangenen 10 bis 15 Jahren gewachsen. Ob in einer kleinen Gemeinde oder im urbanen Raum großer Städte, der Markt ist in Bewegung: Open-Air-Festivals und -Konzerte, Firmenevents, Sportveranstaltungen, Messen – temporäre Bauten werden für eine Vielzahl unterschiedlichster Anlässe benötigt, geplant und gebaut.

Auch während der Sanierung von Opern- und Theaterhäusern müssen deren Leitungen gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen geeignete räumliche, technische und finanzierbare Lösungen finden an einem ebenfalls geeigneten Ort – um dort übergangsweise Kunst zu produzieren und zu inszenieren, manchmal über mehrere Jahre hinweg.

Die Konstruktion – ein Baukastenprinzip

Die ersten temporären Hallen von NÜSSLI entstanden vor etwa 20 Jahren, vorerst als zeitlich begrenzte Festbauten oder aus den Kombinationen von Bauteilen existierender Eventsysteme wie Bühnen und Tribünenstrukturen. Ein frühes Beispiel war das EXPO-Theater in Hannover im Jahr 2000. Diese Systeme waren damals und sind bis heute an ein Baukastenprinzip angelehnt, ähnlich wie im klassischen Gerüstbau. Die Ingenieure bei NÜSSLI haben aus den jahrelangen ...

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BTR Sonderband 2017
Rubrik: Thema: Technologien, Seite 108
von Iris Abel und Michael Kelm

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