Verbesserte Lüftungskonzepte nicht nur in Corona-Zeiten

Die Luftqualität in Innenräumen rückt derzeit in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. In Veranstaltungsräumen wie Theater, Kino oder Gaststätten wollen Personen aber unmittelbar nebeneinander sein. Kann dort mithilfe der Lufttechnik die Infektionsgefährdung minimiert werden? Der folgende Beitrag deutet Möglichkeiten an und ist ein Plädoyer für die Entwicklung und Prüfung verbesserter Lüftungskonzepte.

Seit über 20 Jahren fokussiert die Richtlinienreihe VDI 6022 auf das Ziel einer gesundheitlich zuträglichen Raumluftqualität in Aufenthaltsbereichen. Das Richtlinienwerk ist bereits umfassend kommentiert (siehe Kasten Seite 16), das nötige Basiswissen wird ebenfalls vermittelt. Das gleiche Ziel hat auch die Arbeitsstättenverordnung; dort heißt es, eine „gesundheitlich zuträgliche Atemluft“ in entsprechenden Innenräumen wird gefordert. Daher ist für jeden Arbeitsplatz eine Gefährdungsbeurteilung laut Arbeitsschutzgesetz nötig.

Die schließt eine Überprüfung der vorhandenen Lufttechnik ein. In der aktuellen Zeit mit der Bedrohung durch den SARS-CoV-2-Virus rückt die Sicherung einer guten Innenraumluft-Qualität verstärkt in den Fokus, denn inzwischen lehren uns Virologen und eine Vielzahl von Studien:

Eine Hauptinfektionsquelle sind die in der Aus-Atemluft enthaltenen Aerosole sowie die in unmittelbarer Nähe von Personen zusätzlich ausgestoßenen Tröpfchen von infizierten Personen. 

Die höchste Viruslast wird ausgeatmet, wenn infizierte Personen laut reden oder singen, und sich noch gar nicht krank fühlen. 

Fast wöchentlich werden Studien über die Nachverfolgung der Ansteckungswege ...

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BTR Ausgabe 4 2020
Rubrik: Thema: Bau & Betrieb, Seite 14
von Achim Keune und Rüdiger Külpmann