Temporärer Bau – Überall zu Hause?
Holz im Theater. Das riecht nicht nur gut, das klingt auch gut. Ist leicht und manchmal sogar mobil. Ein kompletter Theaterbau aus Holz könnte glatt auf Weltreise gehen. Und kann dabei sogar wachsen. Das Pariser Théâtre Ephémère (Temporäres Theater) hieß deshalb ganz bewusst so. Und es kommt nicht oft vor, dass man über ein Theater schreibt, das im Grunde nicht mehr existiert. Zumindest nicht mehr am selben Ort und nicht mehr in derselben Form.
Aus dem Théâtre Ephémère in Paris wurde das Opéra des Nations genannte Haus in Genf, das jetzt als Oper genutzt wird.
Das Holz ist noch dasselbe, der Geruch folglich auch. Aber vieles hat sich verändert. Der Holzbau entstand, als 2012 die Comédie Française ihr großes Haus, die mitten in Paris gelegene Salle Richelieu, mit neuer Bühnentechnik ausstattete. Frankreichs wichtigste Truppe brauchte eine alternative Spielstätte. Nur steht gewöhnlich in dieser Größenordnung kein ungenutztes Gebäude frei herum, und dazu noch bezugsfertig. So war es auch 2012 in Paris.
Doch man hatte an der Seine bereits Erfahrung mit dieser Situation und wusste: Es bieten sich zwei Lösungen an. Die eine Möglichkeit ist, seine Aufführungen durch Kooperation auf ...
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BTR Sonderband 2017
Rubrik: Thema: Neu- und Umbauten, Seite 42
von Thomas Hahn
Das Emirat Dubai mit der gleichnamigen Hauptstadt ist eines der am schnellstens wachsenden Länder in der Welt. 2014 übertraf der Flughafen von Dubai hinsichtlich Fluggastaufkommen bereits Heathrow und gehört damit zu den größten der Welt. Dubai war Teil einer Gruppe von Scheichtümern im südöstlichen Persischen Golf, den wir Briten auch gern „Piratenküste“ nennen....
Auf dem Areal eines ehemaligen Kraftwerks haben zwei Größen der Dresdner Kulturlandschaft eine gemeinsame Heimat gefunden. Die beiden eigenständigen Häuser Staatsoperette Dresden (SO), vormals in Leuben, und das tjg. theater junge generation, vormals in Cotta, wurden im Dezember 2016 im Kraftwerk Mitte eröffnet (BTR 01/17).
Die Planung der Bühnentechnik für die...
Die Programmvielfalt nimmt zu: In Opernhäusern stehen auch Musicals auf dem Spielplan, die akustisch eine völlig andere Umgebung benötigen als die klassische Oper. Auch Rock- und Popmusik erobern die Theaterbühnen, wie zum Beispiel Die Toten Hosen mit ihrem „Unplugged“-Konzert im Wiener Burgtheater.
Beim Neubau vieler Kulturbauten der letzten Jahre wurde daher...
