Spiegel der Kreativität

Auch Bühnenbildmodelle werden zu historischen Zeugnissen, wie lassen sie sich in einem Theaterarchiv bewahren? Und zu welchem Zweck? Der Autor vermittelt einen kleinen Einblick in die Sammlung der Bühnenbildmodelle im Archiv der Akademie der Künste in Berlin, das etwa 150 dieser kreativen Arbeiten bewahrt. Gedanken des Leiters des Archivs Darstellende Kunst zu einem seiner „Lieblingskinder“

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Theater findet nur im Raum und in der Zeit statt. Was von ihm für die kulturgutbewahrenden Institutionen übrigbleibt, sind die Zeugnisse eines Ereignisses in der Vergangenheit. Das macht die besondere Herausforderung für Theaterarchive aus: Was ist davon bewahrenswert und was ist davon bewahrensfähig? Das Theaterarchiv der Berliner Akademie der Künste hat sich vor allem auf das sogenannte Schriftgut konzentriert.

Das ist schon eine Menge und zeugt in seiner Materialfülle wie -vielfalt von der Vielfältigkeit der theatralen Kunst in all ihren Spielarten: Musik-, Sprech- und Tanztheater, das musikalischliterarische Kabarett der 1920er-Jahre wie auch das politische Kabarett der Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, dies alles bezogen auf den deutschsprachigen Raum im 20. und 21. Jahrhundert. Wurde das Theater als eigenständiges Kunstgenre erst im 20. Jahrhundert anerkannt, so „dienten“ von Anfang an sämtliche Künste diesem ephemeren Kunstwerk.

Die Akademie sammelt also dreidimensionale Objekte zur Theatergeschichte, z. B. Kostüme, Requisiten, Bühnenmöbel sowie eben auch Bühnenbildmodelle, nur exemplarisch, weil sie keine permanenten Ausstellungsflächen dafür zur Verfügung hat und es auch ...

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BTR Ausgabe 1 2024
Rubrik: Ausstellungen und Workshops, Seite 84
von Stephan Dörschel

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