Sensoren, Schnittstellen und Sonnenaufgänge
Das Duo scheinzeitmenschen – Valeska Klug und Birk-André Hildebrandt – arbeitet seit einigen Jahren vor allem im Ruhrgebiet und in NRW und ist Teil einer Ateliergemeinschaft, dem atelier automatique in Bochum. Mit weiteren Künstlern teilen sie sich ein Ladenlokal am Rand der Innenstadt, unweit der Off-Theaterbühne „Rottstraße 5 Theater“ gegenüber eines Szene-Cafés, zwischen freien Galerien, zehn Gehminuten von Musikforum und Schauspielhaus entfernt. Veranstaltungen finden hier seit Mitte März nicht mehr statt.
Aber mit einer Fensterinstallation nehmen die Akteure aus dem Atelier Kontakt nach außen auf. „Beziehungsweise, wir sind hier nicht im Internet.“ ist der Titel dieser Ausstellung. Die Fenster sind mit Postern beklebt, auf denen Textfragmente zum Thema Beziehungen gedruckt sind. Der Ausstellungstitel formuliere auch eine Skepsis gegenüber der Aufforderung, als Kunstschaffende plötzlich alles ins Digitale zu übersetzen und im Internet zur Verfügung stellen zu müssen.
Die Fenster also verklebt, der Eingang mit Rolltor verschlossen. Ich klingele am Hauseingang und treffe die scheinzeitmenschen am späten Nachmittag im Hof des atelier automatique. Bei Themen jenseits des großen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 5 2020
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 34
von Antje Grajetzky
Audiodeskription (AD) ist einer der jüngsten Theaterberufe überhaupt. Sehende AD-Autoren helfen Blinden oder Sehbehinderten, einer Livevorstellung oder einem Film zu folgen. Es geht darum, diesem Publikum Zugang zu visuell wahrnehmbarer Kunst zu gewähren, ob in Kinos, Theatern, Opernhäusern oder Museen. Audiodeskription ist keine Improvisation, sondern das Ergebnis...
Langeweile messe man von null bis Dangast. So sagt mein jüngerer Sohn. Wer aber ein wenig Muße und etwas längere Weile als im Alltag sucht, ist hier nicht schlecht angekommen. Man sollte nur direkt am Ortseingang links abbiegen in Richtung Kurhaus und Hafen. Im Ortskern wird man sonst von einem grausigen Zeltplatz der späten Sechziger und einem neuzeitlichen...
Katharina Grosse’s exuberant painting is a blaze of colour, pouring out from the hall of the former station, now art museum, Hamburger Bahnhof and mesmerizing the viewer. The waves of colour start low on the ground, like tidal flats, and build up to a majestically towering surge that seems to have frozen just before crashing against the shore of the rear glass...
