Portale ins politische Bewusstsein

Bis zum 18. Oktober ist im Münchner Kunstbau des Lenbachhauses die Werkschau „Sheela Gowda. It.. Matters“ zu sehen. Die indische Künstlerin verwendet für ihre raumfüllenden Installationen landesspezifische Materialien wie Kuhdung, Menschenhaar oder Teerfässer, die durch Beschaffenheit, Farbe oder Geruch eine narrative Atmosphäre erzeugen.

Im Kunstbau des Lenbachhauses wird derzeit die erste große Retrospektive in Deutschland von Sheela Gowdas Arbeiten gezeigt. Zwei Jahre an Vorbereitung samt Recherchen und Drehterminen in dem indischen Ort Bengaluru waren der Ausstellung „It.. Matters“ vorausgegangen. Die indische Künstlerin und Dozentin kam im März eigens nach München, um 20 ihrer Installationen aus 30 Schaffensjahren einzurichten und wurde dabei vom Shutdown überrascht.

Mittlerweile können ihre Werke wieder in Kommunikation mit dem Raum und den Betrachtern treten – ein immens wichtiger Aspekt für Gowdas sozialkritischen Ansatz, der die drängenden Fragen unserer Zeit, die um die Gleichbehandlung aller Menschen, ungeachtet von Hautfarbe, Klasse und Geschlecht, kreisen.

Ringen um Raumerfahrung

Der Raum des Kunstbaus war allerdings herausfordernd für Gowda, deren zum Teil viele Meter lange oder aus vielen Einzelteilen bestehenden Objekte darin mit viel Sensibilität neu angeordnet und installiert werden sollten: Er entstand in Ingenieurbauweise bei der Anlage der U-Bahnstrecke von der Stadtmitte zum Olympiazen­trum, befindet sich im Sperrengeschoss zwischen der U-Bahnhaltestelle Königsplatz und der Straßendecke und ...

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BTR Ausgabe 4 2020
Rubrik: Thema: Ausstellungen, Seite 60
von Eva Maria Fischer