Nachgefragt: Heike Schmidt
BTR: Frau Schmidt, wie sind Sie zum Theater gekommen?
Heike Schmidt: Schon in der Schulzeit bin ich sehr oft im Theater gewesen, weil die Eltern von Klassenkameraden dort als Tänzer beziehungsweise Musiker arbeiteten. Und wie das so ist, rieten mir die Leute vom Theater: „Fang bloß nicht bei uns an, lerne auf keinen Fall bei uns!“ Ich habe dann also bei der Eisenbahn Industriemechanikerin gelernt – meine ganze Familie ist bei der Eisenbahn. Doch das ist nicht meine Welt, das war nie das, was ich wollte.
Mein Wunschberuf war Damenschneiderin, das fand ich cool. Aber das hätte nicht so sein sollen. Im Jahr 1992 habe ich das erste Mal im Theater Münster reingerochen als Krankheitsvertretung. Und so bin ich überhaupt erst auf den Geschmack, den Genuss des Theaters gekommen. Dann ging ich zunächst wieder in die Industrie zurück, in den Gleisbau. Seit knapp 20 Jahren bin ich aber nun am Theater Osnabrück – erst als Aushilfe, seit elf Jahren fest am Haus als Bühnentechnikerin.
Wie sieht für Sie ein typischer Arbeitstag aus?
Ich arbeite in einem Zwei-Schichten-System. Bei der Frühschicht, die von 8 bis 17 Uhr dauert, sieht es typischerweise so aus: vormittags Probe und dann Abbau sowie ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 2 2024
Rubrik: Beruf und Bildung, Seite 79
von
Sie stürzen sich senkrecht in die Tiefe, verschwinden manchmal in einem Loch im Boden oder schmiegen sich an die Fliehkraft, während sie auf einer Drehscheibe rotieren. Yoann Bourgeois macht Mozarts Requiem zu einem Resonanzkörper für gravitationelle und zentrifugale Mächte, für materielle menschliche Körper im Spiel der unsichtbaren physikalischen Kräfte. Auf...
Modesta heißt die Protagonistin von „Die Kunst der Freude“, deren Leben über einen Zeitraum von sechs Jahrzehnten erzählt wird. Aus prekären Verhältnissen stammend, gelingt ihr der Aufstieg in den sizilianischen Adel. Modesta ist nicht bescheiden (wie der Name es vermuten ließe), sondern geht buchstäblich über Leichen und scheut keine Tabus, um sich ihren Weg zu...
Aargauer Kunsthaus Mit Gegenwartskunst umgehen
von Simona Ciuccio, Katrin Weilenmann, Katharina Ammann (Hrsg.) 256 Seiten, 254 farbige und 84 s/w-Abbildungen, 21 × 27,5 cm, gebunden. ISBN 978-3-03942-183-1 Scheidegger & Spiess, Zürich 2024 EUR 48,00 / CHF 49,00
Dieses Buch beleuchtet den Umgang mit zeitgenössischer Kunst in einer öffentlichen Sammlung am Beispiel...
