„Meine Sprache sind Zeichnungen und Modelle“
Unser Treffen findet in der Wohnung von Etienne Pluss statt. Seit 1992 lebt der gebürtige Schweizer mit seiner Familie in einer Altbauwohnung in Berlin. Hier findet er Ruhe von seiner häufigen Reisetätigkeit. Mit seiner gleichermaßen präzisen und fantasievollen Arbeit ist der mehrfach ausgezeichnete Bühnenbildner in den deutschen und europäischen Häusern gern gesehen. Im Wohnzimmer hat er sich einen Arbeitsplatz eingerichtet, Modellbauten und Zeichnungen verweisen auf aktuelle Vorhaben.
BTR: Herr Pluss, Sie wurden 1971 in Genf geboren, schlossen Ihre Schulbildung mit einem Kunstabitur ab und eröffneten gleich eine Galerie. Wie führte dann der Weg zum Bühnenbild?
Etienne Pluss: Die Kunstgalerie eröffnete ich zusammen mit einer Freundin. Wir hatten einen kostenlosen Zugang zu einem Lokal im Stadtzentrum, es war ein Halbkeller. Sie war Fotografin und ich kurz vor dem Abitur, also waren wir beide nicht erfahren. Schnell lernten wir aber Künstler kennen und gewannen neue Freunde. Es gab in dieser Galerie einen großen, sehr langen Raum, mit dem sie installativ arbeiten durften. So spannte einer überall Fäden, ein anderer ließ drei Tonnen Sand hineinfliegen – etwas mühsam, alles wieder ...
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BTR Sonderband 2020
Rubrik: Thema: Berufsbilder und Porträts, Seite 12
von Karin Winkelsesser
Wenn Leonie Holtkamp und Sebastian Siepelmeyer beschreiben, wie ihre Arbeitstage als Veranstaltungstechniker am Theater Osnabrück ablaufen, dann geht das so: Morgens nach Arbeitsbeginn bauen sie die Produktion vom Vorabend ab und die Bühne für die Probe auf. Anschließend muss die Bühne wieder geräumt werden, damit sie das Bühnenbild für die Veranstaltung am Abend...
Eine fest angestellte Theaterplastikerin, das gibt es inzwischen nicht mehr an jedem staatlich subventionierten Haus in Deutschland. Sabine Dahme (59) arbeitet in einem großen, lichtdurchfluteten Atelier mit Seeblick. Die Wände sind behangen mit großen Tierköpfen und Puppen, in den Regalen lagern übergroße Hände, Köpfe aus denen man die Augen und die Zunge...
My visit took place in March, when the season was running as usual, with no inkling of the lockdown soon to come. Susanne Reinhardt showed me around her domain, taking me from the office and lighting booth to the repair workshop and the spotlight storeroom. Parts are rarely thrown away here. Reinhardt is proud of the fact that her staff not only see to maintenance...
