Künstliche Intelligenz als Co-Player?

Der Hype um ChatGPT in vielen Bereichen wirft auch im Kunst- und Kultursektor zunehmend Fragen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf: Welche Rolle spielt KI für die Bühnen? Übernehmen immer mehr Programme und Maschinen den kreativen Part? Oder ist KI lediglich ein nützliches Tool?

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Ich freue mich schon auf das Roboter-Theater! Ich möchte Maschinen im Scheinwerferkegel sehen, ich will Sprechapparate mit meinem Eintrittsgeld füttern, ich will ihm lauschen, dem ersten Androiden, der ,Sein oder Nichtsein?‘ fragt“, schrieb Michael Wolf am 7. März 2023 auf „nachtkritik.de“. Kann KI auch Theater? Kann KI jetzt auch Szenografie? Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz für die Bühnen? Und was bedeutet das für die Autor:innenschaft? Leider nein, KI allein kann kein Theater machen; es gibt noch keine Artificial General Intelligence (AGI), die auch Regie führte.

KI hat keine Motivation und Intention, weil sie kein Bewusstsein hat, das heißt, sie ist (noch) nicht empfindungsfähig und reflexiv und hat auch keine Vorstellung vom Inder-Welt-Sein oder einen Common Sense, auch wenn Google-Ingenieur Blake Lemoine da wohl ganz anderer Meinung sein mag und dafür seinen gut bezahlten Job verloren hat. KI wird jedoch zunehmend auch von Szenograf:innen als smartes Werkzeug für das Entwerfen, Gestalten und Realisieren von Bühnen und Rauminstallationen entdeckt und kreativ eingesetzt – zuletzt etwa für die Raumbühne von Szenograf und Bühnenbildner Sebastian Hannak in „Die Reise des ...

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BTR Sonderband 2024
Rubrik: Potenziale und Produktionen, Seite 72
von Pamela C. Scorzin

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