Hier muss man groß denken
Elf mal fünf Meter groß ist die Leinwand, auf die Norbert Wagner die Figuren aus dem wilden Berlin der 1920er-Jahre malt. Es handelt sich um eine Umsetzung von grafischen Skizzen des Künstlers der Neuen Sachlichkeit, George Grosz, zu einer theaterspezifischen Malerei. Ausgebreitet liegt der Prospekt auf dem Boden eines ehemaligen Autohauses, ungefähr zehn Minuten Fußweg vom Theater entfernt. Da sich im hauseigenen Malsaal häufig die Arbeit stapelt, wurde der Raum zusätzlich angemietet.
Das Hans Otto Theater, seine drei Spielstätten und die Probebühnen befinden sich auf dem Kunst- und Kulturareal Schiffbauergasse, am Tiefen See in Potsdam – alles ist fußläufig zu erreichen. Requisiten, Kostüme oder eben auch Farben und Pinsel werden häufig mit dem Lastenrad transportiert.
Kunst und Handwerk müssen sitzen
Neben der Bühne ist der Malsaal der größte Raum des Theaters. Lichtdurchflutet und voller Farbspritzer wird er von den drei Theatermaler:innen Silke Helmus (52), Jacqueline Teschner (36) und Norbert Wagner (65) belebt. Helmus ist gelernte Malerin und Lackiererin und kam über einen Quereinstieg am Deutschen Theater Göttingen 2001 zur Theatermalerei. Wagner ist nach langjähriger ...
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