Geschichten von Metamorphosen

Die 59. Biennale in Venedig verzögerte sich coronabedingt um ein Jahr. Nun sind bis zum 27. November in 80 Nationenpavillons und anderen Orten der Stadt rund 1500 Werke zu sehen. Auffallend dabei der strukturelle Wandel dieser altehrwürdigen Ausstellung: Die Kunst kommt hauptsächlich von Frauen und nicht-binären Menschen

Venedig hat seine Kunst-Biennale wieder. Bis November dieses Jahres dreht sich von den Gärten am Ostrand und bis hinein in die Lagunenstadt wieder alles um den aktuellen Stand der Kunst. Mit einem Jahr Verspätung, denn aufgrund der Covidpandemie musste der Zweijahresrhythmus unterbrochen werden. Seit ihrem Bestehen 1895 war die „Mutter aller Biennalen“ nur in den Kriegsjahren der beiden Weltkriege ausgesetzt worden. Umso gespannter war man auf die 59.

Ausgabe der Biennale in den Giardini und im Arsenale, in den langen Backsteinhallen der ehemaligen Schiffswerften der Serenissima, wo insgesamt 80 Nationenpavillons bespielt werden – einige davon zum ersten Mal. Cecilia Alemani hat als erste Italienerin die Leitung der Weltkunstschau übernommen und dafür 213 Künstlerinnen und Künstler eingeladen mit rund 1500 Werken. Das sind nur Zahlen, noch keine Kunst. Sie zeigen jedoch die überbordende Fülle, die große Lust auf Kunst, verweisen aber auch auf die Tatsache, dass die Vorbereitungen und Gespräche dazu hauptsächlich digital verliefen. Dass die Biennale nun stattfindet, sei noch lange keine Rückkehr zum normalen Leben, sagte Alemani in Venedig, sondern „das Ergebnis einer kollektiven ...

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BTR Ausgabe 3 2022
Rubrik: Ausstellungen und Messen, Seite 14
von Irmgard Berner

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