Es ist alles so seltsam hier!

Theater zu spielen ist derzeit kompliziert. Alles, was man momentan im Theater sehen kann, ist das Ergebnis verschiedener Entscheidungen, die eines gemeinsam haben: den Corona-bedingten Ausnahmezustand zu beenden. Das Rheinische Landestheater Neuss zeigt mit zwei Produktionen, wie es gehen kann – treibende Kraft dabei war auch die neue Intendantin Caroline Stolz.

Die Stadt Neuss steht oft im Windschatten der Landeshauptstadt Düsseldorf, doch sie und das Rheinische Landestheater verdienen Beachtung. Neuss blickt auf eine mehr als 2000-jährige Geschichte zurück und zählt mit 160.000 Einwohnern als Deutschlands größte kreisangehörige Stadt. Das Rheinische Landestheater wurde als Rheinisches Städtebundtheater bereits 1925 gegründet und residiert seit dem Jahr 2000 in einem ehemaligen Horten-Kaufhaus.

Honi soit qui mal y pense – will sagen, wer heute nach einem Verwendungszweck für die zahlreichen Filialen sucht, die der Konzern Galeria Karstadt Kaufhof schließen will, sollte sich auf Erkundungsreise nach Neuss begeben. Dort ist zu besichtigen, wie aus dem Gebäude ein geräumiges Schauspielhaus, Kino, Kreisverwaltung und mehr wurde.

Nachdem das Land NRW die Theater Ende Mai unter neuen Bedingungen wieder öffnete, beschloss die Theaterleitung in Neuss kurz vor der Sommerpause, sich mit einem zweiwöchigen Sonderprogramm dem Publikum wieder zu zeigen und dabei Corona-bedingte Aufführungsmöglichkeiten zu erforschen. Nachdem ab dem 13. März das Ensemble in einen Teilurlaub und Kurzarbeit geschickt wurde, nahmen sich der Technische Direktor David ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

BTR Ausgabe 4 2020
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 52
von Hubert Eckart