„Erfahrungsaustausch ist essenziell“

Das Staatstheater Augsburg gründet das Netzwerk „Kulturbausanierung“, um die Kommunikation von Baufachleuten, Kulturschaffenden und Politik zu fördern. Ein erstes Treffen fand am 24. und 25. April als hybride Veranstaltung in Augsburg statt. Dazu ein Interview mit Ulrike Jochum, Beauftragte für Baubelange, und Staatsintendant André Bücker

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Auch das Staatstheater Augsburg wird umfassend saniert, 2019 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, beendet werden die Maßnahmen voraussichtlich in der Saison 2027/28. Aus den Erfahrungen des verantwortlichen Teams am Theater wurde eine Initiative entwickelt, die eine wichtige Basis für die künftige, weitreichende Kommunikation zum Thema Sanierung werden könnte.

Maria Fürstenberger: Herr Bücker, welche Erfahrungen und Notwendigkeiten haben zu diesem Treffen geführt? 
André Bücker: In den nächsten Jahren stehen in der gesamten Bundesrepublik zahlreiche Sanierungen von Kulturbauten bevor. Diese Prozesse sind finanziell und kommunikativ große Herausforderungen, sowohl für die Träger als auch für die Institutionen selbst. Am Staatstheater Augsburg wollen wir mit der Gründung unseres Netzwerks „Kulturbausanierung“ eine Plattform schaffen, wo sich Baufachleute, Kulturschaffende und Politik zum Erfahrungsaustausch treffen. Es gilt hier Wissen weiterzugeben, Good-Practice-Beispiele zu teilen und Fehleranalyse zu betreiben. Gerade auch vor dem Hintergrund steigender Kosten, Fachkräftemangel und der gesamtwirtschaftlichen und -gesellschaftlichen Lage scheint uns die Gründung eines solches ...

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BTR Sonderband 2023
Rubrik: Potenziale & Initiativen, Seite 64
von Maria Fürstenberger

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