„Eine gesunde Skepsis gehört einfach dazu“

Alexander Segin, Leiter der Veranstaltungstechnik des Konzerthauses Berlin, und sein Team erforschten im Rahmen der Spielzeit 2020/21 zusammen mit der digital.DTHG Workflows für virtuelle Bauproben. Im Interview berichtet er über die Motivation dazu, die Ergebnisse und seine Erkenntnisse

Das Konzerthaus Berlin war ursprünglich ein Theater: Errichtet wurde es auf Wunsch Friedrich des Großen im 18. Jahrhundert als Französisches Komödienhaus. Anfang des 19. Jahrhunderts folgte ein neues schmuckvolleres Gebäude, das aber nach nur 15 Jahren abbrannte. Im Jahr 1821 folgte der Neubau durch Karl Friedrich Schinkel. Im Zweiten Weltkrieg von Bomben zerstört, wurde es erst von 1976 bis 1984 außen originalgetreu und innen in historisierender Form als Konzerthaus wiederhergestellt.

Neben dem Großen Saal gibt es noch den Apollo-Saal für kleinere Konzerte, einen Musikclub sowie den modernen Werner-Otto-Saal. In der Sommerpause 2014 erhielt der Große Saal eine neue Bühne, seitdem lässt sich die Bühnenfläche in 34 Podest-Ebenen einrichten und die rund 220 m2 große Szenenfläche komplett auf Saalniveau fahren. Alexander Segin, Leiter der Veranstaltungstechnik, ist verantwortlich für die technischen Gewerke auf der Bühne und im Haus. Im Rahmen der Spielzeit 2020/21 zum 200-jährigen Jubiläum des Konzerthauses Berlin konnte die digital.DTHG mit ihm und seinem Team Workflows für Virtuelle Bauproben erforschen.

Franziska Ritter: Inwiefern gibt es bei Ihnen im Haus im normalen ...

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BTR 4 2022
Rubrik: Beruf und Bildung, Seite 74
von Franziska Ritter

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