Ein Traum als immersive Rauminstallation

Das interdisziplinäre Projekt STATE:LUCID, uraufgeführt im November 2020 an der Hochschule der Künste in Zürich, kombiniert Elemente aus Installation und Performance. Ein verfahrbarer Kubus, Tanz mit Motion-Tracking-Technologie sowie live generierte Projektionen auf Nebel und Sounds schaffen eine immersiv-meditative Atmosphäre.

Für das Projekt STATE:LUCID hat sich ein Team um den Medienkünstler und Szenografen Robi Voigt aus Zürich intensiv mit dem Zusammenspiel von Technik, Wahrnehmung und künstlerischem Ausdruck beschäftigt.

Dabei ging es um verschiedene Fragen: Sind Motion-Tracking und das Generieren von audiovisuellen Inhalten in Realtime weit genug entwickelt, um das Publikum komplett in eine fremde Welt eintauchen zu lassen? Wie wirkt sich der Einsatz von Nebel, spiegelnden Oberflächen und bewegte Szenerie auf die Performance aus? Kann der Zuschauende das Gesehene genießen, ohne über die genutzten Technologien nachzudenken?

Die Idee war, zu zeigen, wie ein Traum als nebulöse Form des Bewusstseins einen Raum durchdringt. Der Raum wird eine autonom agierende Maschine. Eine Tänzerin verkörpert deren Herzschlag. Um aus den Bewegungen der Tänzerin Projektionen und Sounds live zu generieren, wird ein Motion-Tracking-System eingesetzt. In einer Art Rückkopplung interagiert die Tänzerin mit Software, die wiederum die reale Welt gestaltet. Videoprojektion in Nebel und zusätzliche Ebenen wie halbverspiegelte Folien sowie 3D-Sound interpretieren die Traumästhetik in das Räumliche, Ebene über Ebene. Die ...

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BTR Ausgabe 3 2021
Rubrik: Produktionen, Seite 41
von Presseinfo

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