Ein neuer Lebenszyklus
Die Podienanlage des Orchestergrabens der Deutschen Oper Berlin stammte aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie bestand aus vier Doppelstockpodien; drei einzeln verfahrbaren bühnenseitigen Podien sowie einem großen Podium entlang der Orchestergrabenbrüstung. Alle vier Podien wurden über Spindelhubgetriebe mit stehender Mutter zwischen den Endlagen bewegt, angetrieben über zentrale Getriebemotoren und Gelenkwellenstränge. Über die Jahrzehnte wurden die Podien zahlreichen Änderungen unterzogen.
So wurde der Grundriss des Orchestergrabens vergrößert und die Podien mittels angeschweißter Kragträger an die Geometrie angepasst. Um die nutzbare Grundfläche im Doppelstock zu maximieren, wurde sogar der eine oder andere Verband aus dem Stahlbau entfernt. Die Antriebstechnik bis zu den alten Spindelhubgetrieben sowie die Steuerung wurden im Jahr 2007 erneuert. Jedoch waren vor allem die Spindelgetriebe und die Führungen stark verschlissen, der Stahlbau horizontal weich. Weitere Modernisierungen und Ertüchtigungen waren zuletzt technisch und wirtschaftlich nicht mehr darstellbar, die Podienanlage hatte das Ende ihres Lebenszyklus erreicht. Die Festlandbereiche in den ...
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BTR Sonderband 2024
Rubrik: Neubau, Sanierung, Betrieb, Seite 22
von Sascha Theißen
Ein Schock: Im August 2018 zerstört ein Feuer am Landestheater Eisenach die Theaterwerkstätten und zahlreiche historische Kostüme, das Löschwasser richtet weitere Schäden im Gebäude an. Jahre später wird sich nach weiteren Feuern im Theater herausstellen, dass es sich um Brandstiftung handelte. „Als wir im September 2018 aus der Sommerpause zurückkehrten, standen...
Bis zum 15. März lief die Bewerbungsfrist für den diesjährigen Weltenbauer Award, der zugleich ein Team-Preis ist, denn er würdigt die Arbeit aller vor allem hinter dem Vorhang: vom Bühnenbildner über die Technikerin bis hin zu den Mitarbeitenden in den Werkstätten und auf der Bühne. Wer gewinnt, entscheidet eine Jury aus Fachleuten der Bereiche Theater, Kunst und...
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