Ein Leben fürs Theater(-licht)
Um die Bedeutung des Wirkens von Richard Pilbrow einordnen zu können, bedarf es eines Rückblicks auf den Anfang seiner Karriere und die verschlungenen Pfade, die ihn zu seinem späteren Erfolg führten. Dazu konnte ich 2011 mit ihm ein ausführliches Gespräch anlässlich des Erscheinens seiner beruflichen Autobiografie, „A Theatre Project“, in New York führen (BTR 5/2011). Damals war er bereits in den späten Siebzigern und empfing mich im Büro des Planungsbüros Theatre Projects, das er 1957 gegründet hatte und dem er weiterhin als Senior beratend zur Seite stand.
Obwohl wir uns nie näher kennengelernt hatten, präsentierte er sich spontan als großzügiger und zugewandter Gastgeber. In New York herrschte damals Schneetreiben und so beschloss er, mich im Auto zu allen weiteren Interviewterminen und Besichtigungen zu chauffieren, die er für mich organisiert hatte. Auf diese Weise verbrachten wir unerwartet viel Zeit zusammen und ich durfte ihn als humorvollen, energischen und vitalen Menschen erleben, bei dem Berufliches und Privates munter ineinanderfloss. Zu fast jedem Theater, an dem wir vorbeifuhren (und es gibt viele am Broadway!), konnte er eine Anekdote erzählen. Ganz nebenbei erfuhr ...
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BTR Ausgabe 1 2024
Rubrik: Licht, Ton und Produktionen, Seite 38
von Karin Winkelsesser
Vorschau
Ein Dorf in der Halle
Ein österreichisches Bergdorf in Hamburg: Das Performance-Kollektiv Signa hat für „Das 13. Jahr“ mit dem Hamburger Schauspielhaus in einer Lagerhalle zehn Hütten in ein passendes Ambiente versetzt. Dort wurden die rund 40 Zuschauer für fünfeinhalb Stunden wieder zu 12-Jährigen und nahmen aktiv am Dorfleben teil. Im Dezember lief die...
Bei Eröffnung der Ausstellung, Mitte September 2023, drückte Heinz Mack (BTR 3/2021) sein großes Bedauern darüber aus, nicht an der Seite von Peter Weibel die fertige Ausstellung erleben zu können. Denn auf dessen Idee ging die Retrospektive zurück. Weibel war seit mehr als 25 Jahren Direktor des ZKM sowie Künstler, Wissenschaftler und Kurator, ein Pionier der...
In der ersten Ideenentwicklung standen für Regisseurin Maja Delinić und Bühnenbildnerin Ria Papadopoulou drei Themen im Mittelpunkt: die Atmosphäre, das Wort und der Körper. Weniger ist mehr, sagten sie sich und wollten minimalistisch arbeiten, also viel Raum für die Text- und Probenarbeit lassen. „Ein offener Raum, der ins Unendliche geht, war ein weiterer...
