Ein Haus im Fluss der Zeit

Die Baumaßnahmen in der Musikalischen Komödie Leipzig sorgten für einige Überraschungen und Verzögerungen, so auch die Pandemie. Im vergangenen Herbst konnte das Haus dann endlich festlich eröffnet und wieder bespielt werden. Der neue, fahrbare Orchestergraben ist nur eine Facette in einer langen Baugeschichte des traditionsreichen Hauses

Bühnentechnische Rundschau

Sie zählt zu den wenigen reinen Operetten- und Musicalhäusern in Deutschland, die Musikalische Komödie Leipzig. Kurz „MuKo“ wird sie im Volksmund genannt und dieser Name ist gut vernehmbar. Das Haus im Stadtteil Lindenau, drei Kilometer westlich der Innenstadt gelegen, kann auf ein sehr treues Publikum bauen. Ein Haus mit intensiver Nutzung braucht natürlich Pflege, die Zeit bleibt nirgends stehen. Umbauten und Modernisierungen sind seit Jahrzehnten an der Tagesordnung.

Seit dem vergangenen Herbst dürfen Besucher ihre MuKo nach einer umfassenden Sanierung von Zuschauerraum und Orchestergraben noch genussreicher erleben. „Eine neue Notstromanlage musste rein“, sagt Frank Schmutzler, der Technische Leiter und Ausstattungsleiter des Hauses, zum Anlass für die Baumaßnahmen. Diese Notwendigkeit sorgte nach dem Dominoprinzip für den tiefsten baulichen Eingriff in der Geschichte des Hauses. Doch der Reihe nach. Es scheint eine uralte Sympathie für den Standort zu existieren, weitergegeben von Generation zu Generation. Das Haus verströmt eine besondere Aura, im Foyer, im Saal, nicht minder abseits der Besucherwege. Schmutzler, seit 2001 im Amt, kennt selbst den verwinkelten Keller im Schlaf. Ortsunkundige würden sich in diesen Katakomben rasch verirren. Blassgelbe Wandfliesen und analoge Haustelefone wollen alte DDR-Zeiten festhalten. Überall markieren Warnkanten Stolperstellen. Die Höhe des Fußbodens variiert fast von Raum zu Raum. „Hier war einmal die Kantine“, zeigt Schmutzler in einen dieser fensterlosen Kellerräume. Man mag sich nur ungern vorstellen, wie sie im Betrieb einmal ausgesehen haben muss.

Bierschwemme trifft Art déco
Menschen treffen und vergnügen sich an diesem Ort in Lindenau seit Jahrhunderten. Erstmals 1495 wird etwa an der Stelle der heutigen Musikalische Komödie ein Gasthaus erwähnt. Im 18. Jahrhundert heißt es „Drei Linden“. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 soll sogar Napoleon hier genächtigt haben. Später bekommt die Wirtschaft einen Biergarten und mausert sich zum beliebten Ausflugsziel der Leipziger. An Sommerabenden wird im Garten Theater gespielt. Anfang des 20. Jahrhunderts herrscht Gründerzeit im Areal. Das Gasthaus muss vierstöckigen Bauten weichen und erhält selbst einen Nachfolger. Als Teil des Ensembles aus Wohn- und Geschäftshäusern errichtet die Brauerei C. W. Naumann 1912 ein Haus mit schmuckem Konzert- und Ballsaal, kleiner Bühne, einer Bierschwemme und einem Weinlokal auf den Emporen. Sein alter und neuer Name: „Drei Linden“. Für seinen Entwurf mit einer weit geschwungenen, tonnenförmig gewölbten, freitragenden Spannbetondecke über dem Auditorium wird Architekt Otto Gerstenberger bewundert. Eine technische Meisterleistung in dieser Zeit. Im Zuge der Einweihung des Hauses wird das zehn Jahre zuvor gegründete Orchester städtisch. Schon Ende des Ersten Weltkriegs erfährt das vom Art déco geprägte Haus eine erneute Veränderung. 1918 wird „Drei Linden“ zum großstädtischen Varietétheater umgebaut und entwickelt sich mit diesem zeitgemäßen Profil wieder zu einem Publikumsmagneten. 25 Jahre später abermals eine Zäsur seiner Nutzung: Bei der Bombardierung Leipzigs im Dezember 1943 wird auch das Neue Theater am Augustusplatz zerstört. Darauf, gleichzeitig als Interimsspielstätte für Oper und Konzert zu dienen, ist man in Lindenau kaum vorbereitet. Erst 1952 wird ein Umbau möglich, um minimalsten Anforderungen an ein Operntheater zu entsprechen und einen regelmäßigen Spielbetrieb zu gewährleisten. Dabei wird das Tonnengewölbe mit den schmucken Kassettenelementen abgehängt. 1960 öffnet am Augustusplatz (von 1945 bis 1990 Karl-Marx-Platz) Leipzigs Operneubau. Die Lindenauer Spielstätte heißt fortan „Kleines Haus Dreilinden“ und beginnt sich als zweites Musiktheater zu profilieren. Im Repertoire gewinnt die Operette immer weiter an Bedeutung und mit ihr das ausübende Ensemble und Orchester. Ein Meilenstein auf diesem Weg ist die Taufe zur „Musikalischen Komödie“ 1968. In den Siebziger- und Achtzigerjahren entwickelt sie sich hin zur Spielstätte ausschließlich von Operette und Musical – als eines von nur drei darauf spezialisierten Theatern in der DDR (neben dem Berliner Metropol-Theater und der Dresdner Staatsoperette). Baulich passiert derweil nichts.

Fahren auf Verschleiß nicht länger zu verdrängen
1990 wird die Musikalische Komödie zu einem künstlerisch eigenständigen Teil der Oper Leipzig. Jahrzehntelanges Fahren auf Verschleiß lässt sich nicht länger verdrängen. 1992 muss das Haus in der Dreilindenstraße wegen dringend notwendiger Arbeiten und denkmalpflegerischer Maßnahmen vorübergehend schließen. Ein Konzept zur Sanierung und Modernisierung des gesamten Gebäudekomplexes schließt Bühne, Licht- und Tontechnik ein. Der Rang wird gesperrt, der Saal bietet fortan noch 529 Plätze – weniger als ein Drittel, verglichen mit den Varietézeiten ab 1912. Da die Stahlbetondecke nicht mehr wetterfest zu bekommen ist, erhält sie ein Überdach. Innen soll die Deckenabhängung weichen, um den Blick auf das einzigartige Tonnengewölbe wieder freizugeben.

Während dieser Bauphase dient umgekehrt die Oper als Ausweichspielstätte. Ebenso begeistert die Musikalische Komödie auf Tourneen durch Deutschland, die Schweiz und Österreich – bis zur festlichen Wiedereröffnung der MuKo im Mai 1993. 1995 und 1996 folgen weitreichende brandschutztechnische Maßnahmen. Ein ebenfalls sanierungsbedürftiges Nachbarhaus, Dreilindenstraße 24, wird erworben, zunächst, um für den Chor der Musikalischen Komödie Aufenthalts- und Sanitärräume zu schaffen. 2014 flattert endlich der Bescheid für die Fördermittel aus dem Europäischen Fond ins Haus, mit dem die Sanierung des benachbarten Hauses als Funktionsgebäude möglich wird. Im Herbst 2015 beziehen Chor- und Orchestermitglieder ihre neuen Garderoben nebenan. Es gibt endlos viel zu tun. Schon 2001 wird ein zweckgebundener Zuschlag auf jede Eintrittskarte eingeführt. Dieser bis 2011 erhobene „Dreilinden-Euro“ soll ausschließlich Sanierungszwecken der Musikalischen Komödie dienen. Das Geld fließt in Besuchertoiletten und ein Behinderten-WC, in Parkettfußboden und Elektroinstallation, in die Restaurierung der Wände im Zuschauerraum sowie die Renovierung und Instandsetzung des Foyers. Ein digitales Mischpult löst das veraltete analoge ab, die Notbeleuchtung wird erneuert. Draußen werden Freiflächen und Parkplätze umgestaltet.

Leipziger Stadtrat beschließt umfassende Sanierung
Noch immer bleiben entscheidende Baustellen. Ein neuralgischer Punkt ist Mitte der 2010er-Jahre der Brandschutz. Seit etwa zwei Jahrzehnten ist das Haus nur dank einer Ausnahmegenehmigung bespielt worden. Die wird nichtig, als die Notstromanlage zu ersetzen ist. „Alle gefährlichen Einbauten mussten jetzt weg“, erinnert sich Schmutzler. Dazu gehört das hölzerne Tragwerk der provisorischen Bestuhlung im Saal. Plötzlich kommt eins zum anderen und führt letztlich zu einem Bündel von Maßnahmen. „Wenn wir schon so weit eingreifen müssen, dann fassen wir den Orchestergraben mit an“, so Schmutzler. Im April 2018 beschließt der Leipziger Stadtrat eine umfassende Sanierung der Musikalischen Komödie. Architektur und Objektplanung übernimmt das Aachener Büro PBS architekten um Wolfgang Brauer. Im Sommer 2019 ist Baustart. Als Interimsspielstätte dient der MuKo das Leipziger Westbad, wo 480 Sitzplätze eingerichtet werden (BTR 2/2020). Der Plan für „Drei Linden“ ist beachtlich: Der Zuschauersaal soll umgebaut, die vorhandenen seitlichen Ränge wieder einbezogen werden. Dabei kommt es zu einer höheren Auframpung: Das stärkere Gefälle der Zuschauerplätze verspricht eine wesentlich bessere Sicht auf die Bühne, ohne dass dies die prächtige Wirkung des Saals schmälert. Die etwa vier Meter geringere Kopffreiheit über den hinteren Reihen heute dürfte kaum wahrnehmbar sein. Die stärkere Neigung sorgt zugleich für mehr Publikumsfläche: Statt bisher 19 gibt es nun 23 Reihen. 640 Sitze bietet das Haus, 111 mehr als vor dem Umbau. Zur festen Bestuhlung gibt es sechs neue Rollstuhlplätze mit barrierefreiem Zugang. Licht- und Tontechnik werden modernisiert. Von dem zentral platzierten Mischpult aus kann viel sensibler Regie geführt werden. Erneuert sind Rangumläufe, Treppenhäuser, Grundleitungen. Selbst die Pausen bieten jetzt mehr Erlebnis. Der Venussaal ist renoviert worden und verströmt als Rangfoyer eine festliche Atmosphäre. Ebenso laden der kleine Innenhof und die Umgebung zum Verweilen ein, frisch begrünt mit 155 Sträuchern, 35 Kletterpflanzen, 50 Stauden und einem Kirschbaum.

Zweieinhalb Tonnen Schutt aus dem Orchestergraben geholt
Der Zuschauerraum hat eine Anlage zur Klimatisierung erhalten – was sich in Coronazeiten umso mehr als Segen erwiesen hat: Die wesentlich effizientere Entlüftung hat die Hygieneplanung vereinfacht. Auch hier erweist sich die höhere Auframpung als nützlich. In den Hohlraum darunter ziehen Klimatechnik und eine weitere Garderobe ein. Der neue Orchestergraben wird so tief gelegt, wie es nur geht. Zentimeter für Zentimeter arbeitet man sich an das Grundwasser heran, vor dem eine Wanne aus Beton schützt. Die Grubensohle kann etwas tiefer liegen als zunächst geplant. Zweieinhalb Tonnen Schutt gibt es während des Umbaus zu entsorgen. Ein weiterer begrenzender Faktor für die Bautiefe: „Wir haben es mit wahnsinnig hohen statischen und dynamischen Auflasten zu tun, die auf diese Wanne drücken“, erklärt Matthias Seipel. Er ist erfahrener Fachplaner und einer der Geschäftsführer der DTP Theaterbühnentechnik Dresden. Seipel verantwortet die modernisierten Bühnenpodien im Großen Saal des Gewandhauses zu Leipzig, Orchesterhubpodien im Berliner Konzerthaus und im Deutschen Nationaltheater Weimar, nun den höhenverstellbaren Orchestergraben in der Musikalischen Komödie. Mit drei Hubpodien und sieben Podesten wirkt dessen Ausstattung überschaubar. Herausfordernd ist sie dennoch. Über die gesamte Hubhöhe von 3,5 Metern ist ein Fahrspalt von einem Zentimeter einzuhalten. Das heißt: die mit Schubkettenantrieb betriebenen Podien und die Scherenpodeste müssen exakt parallel ausgerichtet sein. Zwischen der untersten (Transportstellung) und der höchsten Stellung (Niveau Hauptbühne) ist der Boden des Orchestergrabens in jede Position fahrbar. Das Instrumentenlager unter dem Saal ist nun über den ausgebauten Graben direkt erreichbar, was eine Menge Weg spart. Der bisherige, fixe Graben war nicht tief genug. Instrumente mussten erst nach oben, durchs Haus und zurück in den Keller an ihren Platz getragen werden. Selbst ein Flügel lässt sich zwischen Graben und Lager durch eine breite Tür direkt bewegen. Allerdings bleibt selbst in der untersten Grabenstellung (Transportstellung) ein Höhenunterschied von 40 Zentimetern. Die Hubpodien mit der darunterliegenden Maschinerie beanspruchen in niedrigster Stellung etwa einen Meter Höhe. Der Versatz zwischen Graben und Lager wird mit einem Wagen im Lagerraum ausgeglichen. Auch vom Raum unter der Hauptbühne gelangen Musikerinnen und Musiker jetzt über eine Tür in den Graben.

Bauen im Bestand garantiert Überraschungen
Auf Überraschungen beim Bauen im Bestand ist Seipel eingestellt. Hier ist er auf unterschiedlich hohe seitliche Anschlüsse des Grabens gestoßen. Einen Unterschied von 10 Zentimetern galt es auszugleichen. Zudem erweist sich die Vorderkante der starren Hauptbühne nur scheinbar als gerade. In der Realität zeigt sich eine stark gebogene und gewellte Kante, die mit Blechen ausgeglichen werden muss, damit die beweglichen Bühnenteile in der obersten Stellung bündig abschließen. Die Hauptbühne ist auskragend. Sprich: Sie überdacht den Graben. In diesem einen Meter breiten Bereich besteht der Grabenboden aus Podesten. „Sie fahren mit den Podien mit, sodass keine Fallkante entsteht“, benennt Seipel eine Besonderheit der MuKo. Die drei Hubpodien lassen sich individuell bis auf die Ebene der Hauptbühne hochfahren. Bei Musicals etwa bleiben die beiden äußeren, drei Meter breiten Podien oben und können als Vorbühne mit bespielt werden. Nur das mittlere, gut neun Meter breite Podium dient dann als Graben. Dank größerer Grabentiefe kann sich das 47 Mitglieder zählende Orchester unter der Rampe der Hauptbühne ausbreiten. Mit dem Umbau wurden circa 10 Quadratmeter Grabenfläche dazugewonnen. Dank gleichmäßiger Belüftung durch fein perforierte Bodenplatten ist das Klima für das Orchester verbessert. Die Grabenwand in Richtung Zuschauerraum ist mit Schallabsorbern ausgekleidet – für verbesserte Bühnenhörsamkeit. So entspricht der neue Graben den künstlerischen Ansprüchen der Gegenwart und ermöglicht schnellere Umbauzeiten auf der Bühne für verschiedene Nutzungen. „Lesungen waren früher kaum möglich. Wir brauchten einen ganzen Tag dafür, um den Orchestergraben zu schließen“, so Schmutzler. Heute lässt er sich per Knopfdruck und binnen weniger Minuten in eine bündig abschließende Vorbühne verwandeln.

Das Haus kann sich sehen lassen
Der Bühnenboden hat über dem Graben eine circa ein Quadratmeter große Öffnung für den Souffleurkasten erhalten. Dieser Eingriff wird in der Unterkonstruktion des Überhangs sowie im Holzaufbau des Bühnenbodens statisch ausgeglichen, um die geforderte Bühnenbodenbelastbarkeit (5 kN/m2) zu erhalten. Dem dient ebenfalls ein besonders ausgesteifter Holzeinleger, mit dem das Loch geschlossen wird, wenn der Souffleurkasten im Orchestergraben nicht benötigt wird. 

Barrierefreiheit und Denkmalschutz sind meist keine guten Freunde. Im Zugangsbereich der MuKo ist die Verkupplung mit fahrbaren Treppenelementen, die dank Granitbelag optisch kaum auffallen, perfekt gelungen. Seipel ist stolz: „Der Denkmalschutz und die Behindertenbeauftragte der Stadt Leipzig waren von unserer Lösung begeistert.“ Knapp 10 Millionen Euro hat die jüngste Sanierung gekostet, davon sind etwa 800.000 Euro in die Bühnentechnik geflossen. Die Baumaßnahme ist für den Technischen Leiter „harmonisch“ verlaufen, auch wenn sie für das eine oder andere böse Erwachen gesorgt hat. So werden im Sommer 2020 an der Kellerdecke statische Probleme festgestellt, was die Heimkehr der Musikalischen Komödie noch in jenem Jahr vereitelt. Corona sorgt für weitere Verzögerungen und lässt im Frühjahr 2021 nur eine „digitale“ Wiedereröffnung zu – bevor es mit der festlichen Gala am 7. Oktober letzten Jahres endlich so weit ist. Ein buntes Gala-Programm führt durch das Repertoire, vor „echtem“ Publikum. Neben der Erhaltung des denkmalgeschützten Hauses soll die Sanierung „ein besseres Besuchserlebnis durch mehr Komfort und bessere Akustik“ schaffen. Dies ist gelungen. Nun muss die Fassade noch warten. „Finden Sie mal eine Firma, die das jetzt macht!“, seufzt Frank Schmutzler und kann doch mit dem erreichten Stand zufrieden sein. Leipzigs Adresse für Operette, Musical und Spieloper kann sich sehen lassen. Alte Aura mischt sich mit Aufbruch. •

Karsten Blüthgen studierte Akustik und Musikwissenschaft. Er lebt in der Lausitz und schreibt Geschichten, Porträts und Musikkritiken für verschiedene Tageszeitungen und Fachzeitschriften.

Projektbeteiligte

Fachplanung Bühnentechnik: DTP Theaterbühnentechnik GmbH, Dresden 
Podien: ARTTHEA Bühnentechnik GmbH, Radebeul 
Scherenpodeste: Bühnenbau Schnakenberg GmbH & Co. KG, Wuppertal


BTR Ausgabe 3 2022
Rubrik: Bau und Betrieb, Seite 59
von Karsten Blüthgen

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