Den Klangraum erweitern

Im Frühjahr wurde im Berliner Radialsystem L-ISA, ein immersives Hyperreal Sound-System installiert. Das Ziel: dem Publikum ein besseres und umhüllendes Klangerlebnis bieten, die Arbeit für das Tonteam vereinfachen und künstlerische Möglichkeiten erweitern. Die ersten Veranstaltungen im Livebetrieb der Anlage liefen im Juli, Anfang September gab es Gelegenheit für Gespräche und erste Eindrücke.

Offenheit für experimentelle Projekte, für Kunst über Genregrenzen hinweg – dafür steht das Radialsystem, eine Berliner Kulturinstitution, die im September ihr 15-jähriges Bestehen feiern konnte. Musik, Tanz, Theater in auch ungewöhnlichen Formaten werden dargeboten, diese Bandbreite zieht das Publikum an. Auch räumlich bietet das Haus eine große Vielfalt mit verschiedenen Sälen, Räumen und Studios, einem offenen Deck auf dem Dach und einer bespielbaren Freifläche um das Gebäude.

Ein Besuch im Radialsystem im September ergab die Gelegenheit, sich mit dem Tonteam im Haus zum neu installierten Sound-System L-ISA zu unterhalten und dessen Live-Einsatz zu erleben. Carlo Grippa hat als Toningenieur klare Vorstellungen und fundierte Erfahrungen, wenn es um Surround- und immersiven Klang im Raum geht. Für unterschiedliche Formate an diversen Orten hat er Soundsysteme kreiert, mit Künstlern experimentiert, Klangräume und -installationen für verschiedene Ästhetiken entwickelt. Mehr als zehn Jahre war er fest im Radialsystem beschäftigt, inzwischen ist er freiberuflich unterwegs.

Anfang September war er für die Konzertreihe „Outernational: Transtraditional Concerts“ im Haus: „Wir bedienen ...

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BTR 5 2021
Rubrik: Tontechnik/Akustik, Seite 28
von Iris Abel

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